Ukraine-Krieg: Velbert kann Kriegsvertriebene nicht mehr unterbringen

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Die Sporthalle Waldschlösschen wird gerade als Erstaufnahmestation für Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. Foto: Mathias Kehren
Die Sporthalle Waldschlößchen wird gerade als Erstaufnahmestation für Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet, steht aber noch nicht zur Verfügung. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Stadtverwaltung hat mitgeteilt, dass sie vorerst keine Kriegsvertriebenen mehr unterbringen kann. Weitere Unterbringungsmöglichkeiten sollen jetzt „mit Hochdruck“ geschaffen werden. Die Stadt fordert Bund und Land auf, umgehend mit einem geordneten Aufnahmeverfahren zu beginnen.

In den letzten Tagen sind auch in Velbert viele aus der Ukraine kriegsvertriebene Menschen angekommen, erklärt die Verwaltung. Zum Teil wohnen sie bei Freunden und Verwandten, zum Teil wurden sie in städtischen Notunterkünften aufgenommen.

Freie Plätze gibt es jedoch derzeit dort keine mehr, so die Stadt Velbert. Alle neu Ankommenden werden deshalb an die Landeserstaufnahmeeinrichtung NRW, Gersteinring 50, in Bochum, Tel.: 02931 / 826600,  verwiesen. Kriegsvertriebene, die auf dem Weg nach Velbert sind, müssten sich unbedingt dorthin wenden, heißt es.

Gleichzeitig arbeitet die Stadt Velbert mit Hochdruck daran, neue Plätze für Kriegsvertriebene zu schaffen. Das gilt sowohl für die städtische Erstaufnahmeeinrichtung in der Sporthalle Waldschlößchen, die in den nächsten Tagen eingerichtet wird, als auch für Wohnungen, die jedoch erst noch bereit gestellt werden müssen. Eigentümer, die eine Wohnung zur langfristigen Vermietung anbieten können, werden gebeten, sich bei der Stadtverwaltung per E-Mail an MietwohnungenUkraine@velbert.de zu melden.

Das Gebäude der ehemaligen Hardenbergschule steht seit Mitte 2016 leer. Foto: Mathias Kehren
Das Gebäude der ehemaligen Hardenbergschule steht seit Mitte 2016 leer. Foto: Mathias Kehren

Von Bund und Land fordert die Stadt Velbert, umgehend mit einem geordneten Verfahren zur Aufnahme und Ersterfassung der Kriegsvertriebenen sowie deren koordinierter Verteilung auf die Kommunen zu beginnen. Man erwarte, dass die Kommunen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern von Bund und Land nicht im Stich gelassen werden, so die Verwaltung.

Es gibt eine große Bereitschaft, den Vertriebenen mit Sachspenden zu helfen. Die Stadtverwaltung bittet jedoch von weiteren Sachspenden abzusehen. Wer helfen möchte, kann dies gerne mit Geldspenden tun. Hierfür stehen verschiedene Spendenkonten zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es auf www.velbert.de unter dem Punkt „Hilfe für die Ukraine“ www.velbert.de/aktuelles/hilfe-fuer-die-ukraine.