SPD: Maskenpflicht an Schulen bis mindestens Osterferien

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Eine OP-Maske liegt in einem Klassenzimmer auf einem Federmäppchen.
Eine OP-Maske liegt in einem Klassenzimmer auf einem Federmäppchen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Opposition im Düsseldorfer Landtag fordert, die Maskenpflicht an Schulen bis mindestens zu den Osterferien beizubehalten. Die Ferien beginnen in NRW am 11. April. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) vom Freitag sollen Corona-Einschränkungen an Schulen spätestens bis Mai aufgehoben werden. Das gelte für das Tragen von Masken ebenso wie für anlasslose Tests, hatte die KMK-Präsidentin, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU), in Lübeck gesagt.

Die NRW-Landesregierung hat dazu nach Angaben des Schulministeriums vom Freitag aber bisher noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Hingegen hatte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) in der «Bild»-Zeitung betont: «Die Maskenpflicht an Schulen endet. In Schulen soll getestet werden können.» Von Verbänden war Kritik an der Aussage gekommen.

SPD-Bildungsexperte Jochen Ott sagte der dpa: «In einem Bundesland wie NRW mit über 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern und circa 200.000 Lehrkräften, die es alle zu schützen gilt, brauchen wir in dieser Phase erneut steigender Zahlen unbedingt eine Übergangsregelung für die Maskenpflicht an Schulen.»

Masken seien ein «niedrigschwelliges und gleichzeitig sehr probates Instrument, um einen Basisschutz zu gewährleisten». Dazu gehörten auch konsequente Corona-Tests. Nachdem NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) jüngst kritisiert hatte, dass die Ampelkoalition Basisschutzmaßnahmen abschaffen wolle, sagte Ott: «Dann sind wir uns an der Stelle einig.»