Anträge für Sozialleistungen sollen digitalisiert werden

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Der Schriftzug «Amt» ist auf einer Computertastatur hinter einem Netzwerkkabel zu sehen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Der Schriftzug «Amt» ist auf einer Computertastatur hinter einem Netzwerkkabel zu sehen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Anträge für Sozialleistungen wie Unterhalt oder Arbeitslosengeld II sollen künftig im Internet gestellt werden können. Nordrhein-Westfalen gab am Montag den Startschuss für die bundesweite Sozialplattform (www.sozialplattform.de). Seit Montag stehe die sogenannte Beta-Version der Plattform bereit, teilte das Landessozialministerium mit. Das bedeutet, dass das Programm schon in seinen Grundfunktionen nutzbar ist. So können bei den bisher angebundenen vier NRW-Pilotkommunen Bad Sassendorf, Iserlohn, Soest und Troisdorf über die Plattform Anträge auf Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohngeld und Arbeitslosengeld II gestellt werden.

Das NRW-Sozialministerium hatte federführend für alle Bundesländer und Kommunen in Deutschland die Aufgabe übernommen, einen nutzerfreundlichen digitalen Zugang zu vielen Sozialleistungen zu schaffen. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig es sei, dass staatliche Hilfs- und Unterstützungsleistungen jederzeit und ortsunabhängig in Anspruch genommen werden könnten, sagte Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Er hoffe, dass schnellstmöglich auch alle anderen NRW-Kommunen das neue Angebot nutzten. Zudem hätten bereits andere Bundesländer ihr Interesse bekundet. Im Laufe des Jahres sollen weitere Funktionen in die Plattform integriert werden. Dazu gehören ein Sozialleistungs- und ein Beratungsstellenfinder. Damit können Hilfesuchende etwa Schuldner-, Sucht- oder Wohnungslosenhilfen finden und Termine vereinbaren. Die Beratung kann vor Ort oder mit Hilfe einer Chat- und Videofunktion über die Sozialplattform ablaufen.