Impfzentrum wird zur Flüchtlingsunterkunft

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Erstaufnahmestelle in der Emscher-Lippe-Halle in Gelsenkirchen im September 2015.
Erstaufnahmestelle in der Emscher-Lippe-Halle in Gelsenkirchen im September 2015. Foto: Caroline Seidel/Stadt Gelsenkirchen/dpa/Archivbild

Gelsenkirchen (dpa/lnw) – Aus dem Impfzentrum wird eine Erstaufnahmeeinrichtung für Ukraine-Flüchtlinge – bereits am Montagabend will die Stadt Gelsenkirchen mit dem Umbau der Emscher-Lippe-Halle beginnen. Zuvor sollten tagsüber noch die letzten zugesagten Corona-Schutzimpfungen über die Bühne gehen, sagte ein Stadtsprecher. Rund 300 geflüchtete Menschen aus der Ukraine könnten ab Ende März bei Bedarf in der Halle Platz finden, wie die Stadt ankündigte. Aus Dortmund hieß es, man habe zwei Standorte – darunter eine Messehalle – als provisorische Notunterkunft vorbereitet.

Seit der russischen Invasion in das Nachbarland am 24. Februar sind nach UN-Angaben bereits 2,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Nach Deutschland kamen laut Bundesinnenministerium bisher 146 998 Geflüchtete. Weil nicht alle Flüchtlinge registriert seien, könnte die tatsächliche Zahl aber deutlich höher sein.

Der Umbau der Halle in Gelsenkirchen gehe recht schnell, weil die Stadt noch die nötigen Pläne, Stellwände für die Raumabtrennungen und vor allem die Baugenehmigung von 2015 vorhalte, sagte der Stadtsprecher. Damals, als viele Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland kamen, sei die Halle bereits zur Unterbringung der Menschen genutzt worden. An diese Erfahrungen könne die Stadt nun anknüpfen.

Als Impfzentrum wird die Eissporthalle nicht mehr benötigt – zuletzt war die Nachfrage nach Impfungen äußerst gering. Die Stadt Gelsenkirchen nutzt für die Impfungen statt der Halle künftig Impfbusse. Dortmund hat für den Notfall 350 Plätze in der Westfalenhalle vorbereitet. Zudem stehe ein ehemaliges Kolleg mit 224 Plätzen bereit. Beide Standorte seien noch nicht belegt.