Schwarzarbeit: Razzia und Festnahmen im Tecklenburger Land

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«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten.
«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

Münster (dpa/lnw) – Bei einer großangelegten Razzia im Tecklenburger Land nördlich von Münster sind am Montag zahlreiche Objekte im Kampf gegen Schwarzarbeit durchsucht worden. Laut gemeinsamer Mitteilung von Zoll und Staatsanwaltschaft Münster wurde dabei der Inhaber einer Baufirma festgenommen. Er soll mindestens drei Jahre lang Mitarbeiter über Scheinrechnungen beschäftigt haben, ohne die Arbeiter bei den Behörden zu melden. Den Ermittlungen zufolge entstand dadurch ein Schaden von mindestens 1,5 Millionen Euro durch nicht bezahlten Lohn und hinterzogene Sozialversicherungsbeiträge.

Zwei Beschuldigte wurden laut Mitteilung festgenommen, weil sie zur Verschleierung der Beschäftigung falsche Rechnungen ausgestellt haben sollen. Die Ermittler stellten in mehreren Wohnungen und Geschäftsräumen Unterlagen, Handys und Computer sicher. Ein Bargeldschnüffelhund fand 25.000 Euro und eine scharfe Waffe in der Wohnung des Hauptbeschuldigten, wie die Behörden weiter mitteilten. 130 Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus Münster, Hamm, Nordhorn, Osnabrück und Gießen waren demnach an den Durchsuchungen beteiligt.