Wüst auf Israel-Reise wegen Corona in Quarantäne

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Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Ralph Sondermann/Land NRW/dpa

Jerusalem/Düsseldorf (dpa/lnw) – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist während seiner Israel-Reise zweimal positiv auf Corona getestet worden und geht für die nächsten Tage in Quarantäne. Auch ein zweiter PCR-Test auf eine Infektion sei am Montagabend in Jerusalem positiv ausgefallen, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit.

«Ministerpräsident Hendrik Wüst befolgt die Vorgaben der israelischen Gesundheitsbehörden und wird in den kommenden Tagen aus der Isolation heraus arbeiten. Ihm geht es weiterhin gut», sagte ein Sprecher.

Der 46-jährige derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hatte erst am Sonntag seine viertägige Reise nach Israel angetreten und am Montag einen Kranz in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niedergelegt. Auch eine Personenschützerin habe zwei positive PCR-Testergebnisse, hieß es.

Der NRW-Ministerpräsident meldete sich in einer Twitter-Botschaft aus Jerusalem und bedankte sich für zahlreiche Genesungswünsche aus der Heimat. «Mir geht es prima. Alles soweit in Ordnung», sagte Wüst. Vor den beiden positiven Tests habe er zwei negative Tests gehabt. Die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» hatte zuerst über den ersten positiven Test berichtet.

Wie lange die Quarantäne dauert und wann der NRW-Ministerpräsident sich für einen Heimflug frei testen kann, war zunächst nicht ganz sicher. «Wir müssen das genau klären. Derzeit wissen wir von fünf Tagen», sagte ein Sprecher.

Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) sei ohnehin in digitaler Form geplant, so dass Wüst per Video-Schalte auch aus Israel daran teilnehmen könnte, hieß es aus seinem Umfeld. Die Konferenz soll am Donnerstag mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) unter anderem über die aktuelle Corona-Lage beraten. Wüsts Rückreise war für Mittwoch geplant.

Für den erst seit fünf Monaten amtierenden neuen Regierungschef ist es die erste außereuropäische Dienstreise. Er ist mit einer relativ kleinen Delegation unterwegs, wie die Staatskanzlei berichtet hatte. Der CDU-Politiker sollte in Israel Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur treffen. Ein Schwerpunkt der Reise sollte die Weiterentwicklung der Wirtschaftsbeziehungen sein.

«Ich bin aktuell in Israel wegen einiger Projekte, die mir besonders am Herzen liegen», sagte Wüst bei Twitter. Unter anderem gehe es um die Vernetzung der israelischen Start-up-Szene mit dem deutschen Mittelstand.