RWE hält an Kohleausstieg fest: Prüfung von Reserve

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Flaggen wehen vor der Konzernzentrale vom Energiekonzern RWE.
Flaggen wehen vor der Konzernzentrale vom Energiekonzern RWE. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Essen (dpa) – Der Energiekonzern RWE hält trotz einer möglichen temporären Nutzung bereits vom Netz genommener Kohlekraftwerke am Kohleausstieg fest. Das Unternehmen prüft derzeit, ob bereits vom Netz genommene oder zur Stilllegung anstehende Kraftwerksblöcke aus Gründen der Versorgungssicherheit in eine Reserve übergeführt werden können. «Für RWE ist unstrittig, dass diese Maßnahmen nichts am grundsätzlichen Beschluss zum Kohleausstieg ändern», sagte RWE-Vorstandschef Markus Krebber am Dienstag laut einer Mitteilung in Essen.

Die Prüfung bezieht sich demnach bei Braunkohlekraftwerken auf den zum Jahreswechsel stillgelegten 300-Megawatt-Block in Neurath, auf Kraftwerke, die in diesem Jahr vom Netz gehen sollen (1500 Megawatt) und auf die, die sich zur Zeit in einer Sicherheitsbereitschaft befinden (900 Megawatt). Bei der Steinkohle geht es um das Ende 2020 stillgelegte Kraftwerk Westfalen mit einer Kapazität von 800 Megawatt. «Es ist an der Bundesregierung zu entscheiden, ob diese Blöcke temporär genutzt werden müssen und in welchem Umfang sie etwa zur Reduktion des Gasverbrauchs eingesetzt werden sollen», sagte Krebber.