Drastische Steigerungen: Agravis steigert Umsatz und Gewinn

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Das Logo der Agravis Raiffeisen AG an der Zentrale in Münster.
Das Logo der Agravis Raiffeisen AG an der Zentrale in Münster. Foto: Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

Münster (dpa) – Agravis, Deutschlands zweitgrößter Agrarhändler, hat nach drastischen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie das zweite Pandemie-Jahr 2021 mit einem Plus bei Umsatz von knapp 14 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Münster mit.

Finanzvorstand Hermann Hesseler warnte auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Preissteigerungen beim Getreide vor deutlich höheren Verbraucherpreisen im laufenden Jahr. Nach zuletzt 200 Euro pro Tonne sei der Preis nach dem russischen Angriff auf teilweise 420 Euro pro Tonne gestiegen. Vorstandschef Dirk Köckler sagte, «die Auswirkungen dieses Krieges werden die Branche grundlegend verändern».

Der Vorsteuer-Gewinn wuchs im vergangenen Jahr um 9 Prozent von 30,5 auf 33,2 Millionen Euro. Über die Auszahlung einer Dividende an die Aktionäre entscheidet die Hauptversammlung am 11. Mai in digitaler Sitzung. Wegen des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Marktverwerfungen geht Hesseler für das laufende Jahr 2022 mit einem geringeren Umsatz von 6,8 Milliarden Euro und einem Gewinn vor Steuern von 31 Millionen Euro aus.