Hilfe-Code „Ist Luisa hier?“ bald auch in Mettmann

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Häusliche Gewalt: Der SKFM bietet Hilfe an. Foto: pixabay/Symbolbild
Häusliche Gewalt: Der SKFM bietet Hilfe an. Foto: pixabay/Symbolbild

Mettmann. „Gemeinsam holen wir ‚Luisa ist hier‘ nach Mettmann, erhöhen damit das Sicherheitsgefühl für Frauen und sensibilisieren für ein gewaltfreies Miteinander“ – Karen Brinker, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mettmann, und Eva-Maria Düring, Bereichsleitung Frauen und Familie beim SKFM Mettmann, blicken zuversichtlich auf das neue Hilfsangebot, das in Kooperation mit der örtlichen Gastronomie etabliert werden soll.

Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen, die sich bedrängt fühlen, an das geschulte Personal wenden und bekommen unmittelbar und diskret Hilfe. Betroffenen Frauen wird mit dieser einfachen Frage aus einer unangenehmen oder bedrohlichen Situation herausgeholfen. Welche Hilfsmaßnahme im Anschluss getroffen wird – ob ein Taxi gerufen, Freundinnen gesucht oder der Hinterausgang genutzt werden soll – kann die Frau selbst entscheiden. Wichtig ist dabei, dass die Frau nicht schildern muss, was genau geschehen ist. Ihr wird geholfen – unabhängig von der Situationsbewertung Außenstehender.

„Mit der verdeckten Frage nach Luisa wird die Hemmschwelle um Hilfe zu bitten gesenkt und gibt Frauen ein Sicherheitsgefühl“, erklärt Eva-Maria Düring SKFM Mettmann e.V. „Es geht bei dem Projekt aber nicht nur um die schnelle und diskrete Unterstützung im Falle sexueller Belästigung“ ergänzt die Leiterin des Fachbereichs Gewaltschutz, „Betroffenen wird so auch die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt bekannt, die nachhaltig unterstützt. Allein die Möglichkeit der niedrigschwelligen Hilfe vermittelt den Frauen Sicherheit“.

In Langenfeld, Ratingen und Monheim stößt das Projekt auf großes Interesse. Viele Engagierte aus der Gastronomie sind von dem Programm bereits überzeugt. Ab März kommt das Hilfsangebot „Luisa ist hier“ auch nach Mettmann! Hierzu werden die Mitarbeiterinnen beider Stellen gemeinsam die Gastronomie in Mettmann aufsuchen und für die Beteiligung werben.

„Wir freuen uns darauf, das Projekt in Kooperation mit dem SKFM-Mettmann e.V. umzusetzen. Gemeinsam mit den Gaststätten und Kneipen kann so für Sicherheit vor Übergriffen bei einem Besuch in der Gastronomie gesorgt werden“ sind die Gleichstellungsbeauftragte Karen Brinker und ihre Stellvertreterin Manuela Jakobs-Woltering überzeugt.

Interessierte aus der Gastronomie können sich per E-Mail an sexualisiertegewalt@skfm-mettmann.de oder gleichstellungsstelle@mettmann.de wenden.