Nachfrage drastisch eingebrochen: Kreis fährt Impfstellen runter

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Die Nadel einer Spritze ist zu sehen. Foto: pixabay
Die Nadel einer Spritze ist zu sehen. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Aufgrund der seit Jahresbeginn drastisch gesunkenen Impfnachfrage wird der Kreis Mettmann die Zahl seiner festen Impfstellen in den kreisangehörigen Städten reduzieren.

Seit Ende November hatte der Kreis Mettmann sein Impfstellen-Netz ausgebaut, bis letztlich in allen zehn Städten in Ergänzung zu den Impfangeboten der niedergelassenen Ärzte je eine feste Impfstelle zur Verfügung stand (neun vom Kreis betrieben, die Impfstelle in Heiligenhaus privat betrieben). Angesichts der bis zum Jahresende noch hohen Impfnachfrage war es dem Kreis ein Anliegen, allen Impfwilligen ein wohnortnahes Angebot zu machen. Bis zu 48.000 Impfungen pro Woche registrierte die Kreisverwaltung.

Seit Jahresbeginn sei die Impfnachfrage allerdings drastisch eingebrochen, teilt der Kreis Mettmann mit. Von rund je 23.000 Impfungen in den ersten beiden Januarwochen sank die Zahl der kreisweit verabreichten Impfungen bis zur dritten Märzwoche um mehr als 90 Prozent auf inzwischen 2.055 Impfungen. Diese Zahl spiegelt dabei sämtliche Impfungen wider, die der festen und mobilen Impfangebote des Kreises aber auch die Impfaktivitäten der niedergelassenen Ärzte.

In den dezentralen Impfstellen des Kreises sank das wöchentliche Aufkommen von rund 5.000 um 80 Prozent auf nur noch 1.000 Impfungen.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Kreis entschieden, die Zahl der Impfstellen ab dem 4. April auf vier Standorte zu reduzieren. Die Impfstelle in Haan wurde bereits zu einer Probeentnahmestelle (PCR-Tests) umgewandelt. Geschlossen werden außerdem die Standorte in Hilden, Mettmann, Monheim und Velbert. In Betrieb bleiben die Impfstellen in Erkrath, Langenfeld, Ratingen und Wülfrath. Wie der private Betreiber in Heiligenhaus künftig verfahren wird, liegt in seiner Entscheidung.

Mit den verbleibenden vier festen Impfstellen des Kreises hat die Bevölkerung dann regional mindestens in einer Nachbarstadt Zugang zu einer Impfstelle. Die vom Land für die kommenden Monate geforderte Kapazität von 6.800 Impfungen pro Woche kann mit den vier Impfstellen problemlos gewährleistet werden.

Aber: Die mobilen Impfangebote des Kreises bleiben erhalten und werden dem Bedarf entsprechend disponiert. „Das bedeutet, dass die mobilen Impfeinheiten nun natürlich insbesondere in den Städten eingesetzt werden, in denen keine feste Impfstelle mehr vorgehalten wird“, erklärt die Kreisverwaltung.

Bis zum 3. April bleiben die festen Impfstellen noch geöffnet. Informationen zu den Standorten und Terminen sind unter www.kreis-mettmann-corona.de abrufbar.