Daniel Donskoy präsentiert «Freitagnacht Jews – Der Podcast»

54
Schauspieler Daniel Donskoy. Seine Mutter stammt aus der Ukraine, sein Vater aus Russland.
Schauspieler Daniel Donskoy. Seine Mutter stammt aus der Ukraine, sein Vater aus Russland. Foto: -/Maximilian König/dpa/Archivbild

Köln (dpa) – Neben seiner preisgekrönten WDR-Talkshow «Freitagnacht Jews» präsentiert Schauspieler Daniel Donskoy nun auch einen thematisch anknüpfenden Podcast zu dem Format. «Es wird explosiv – vom Sound ähnlich wie bei «Freitagnacht Jews», abwechslungsreich», sagte der 32-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln über das Projekt. «Es war für mich das erste Mal, dass ich über Monate in dieser Form journalistisch recherchiert habe, das war eine Herausforderung, der ich mich gerne gestellt habe.»

Die vier 45-minütigen Folgen von «Freitagnacht Jews – Der Podcast», an dem erneut der WDR beteiligt ist, sollen vom 1. April an wöchentlich veröffentlicht werden. Zusätzlich läuft der Podcast vom 10. Mai an wöchentlich im Radio bei WDR Cosmo.

Die gleichnamige Fernsehshow «Freitagnacht Jews» wurde 2021 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Donskoy, selbst Jude, wirft in dem TV-Format einen anderen Blick auf die Lebenswirklichkeiten von Jüdinnen und Juden in Deutschland.

Der Podcast soll das nun thematisch fortführen – auch kontrovers. Besprochen werden sollen nach WDR-Angaben Fragen wie «Wie neurotisch ist Deutschland, wenn’s um Juden geht?» oder «Wer ist Antisemit – und wer ist Jude?». Donskoy werde seine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner aus Medien, Wissenschaft und Politik mit den «großen Judenthemen» der Zeit konfrontieren.

Donskoy sagte: «Während Raketen zwischen Israel und der Hamas zivile Opfer fordern, fordern manche in Deutschland eine Neuausrichtung der Erinnerungskultur. Manche sogar Neudefinitionen von Antisemitismus, während auf deutschen Straßen «Juden ins Gas» gerufen wird.» Darüber müsse gesprochen werden. «Ich glaube es haben sich noch in keinem Format so viele verschiedene Akteure aus Kultur, Wissenschaft und Politik so filterlos über eines der neurotischsten Themen Deutschlands unterhalten.»