Schülervertretung NRW hofft auf freiwilliges Maske-Tragen

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Eine Schülerin steht mit Mund-Nasenschutz vor einer Tafel.
Eine Schülerin steht mit Mund-Nasenschutz vor einer Tafel. Foto: Guido Kirchner/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Landesschülervertretung NRW hält das Ende der Maskenpflicht im Klassenraum ab kommendem Montag für falsch und hofft, dass viele freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz tragen werden. «Die Infektionszahlen sind sehr hoch, es fällt überall Unterricht aus und es fehlt Lehrpersonal», schilderte Theo Blaesse vom Vorstand die Situation am Mittwoch. Es sei nicht sinnvoll, jetzt Maßnahmen zu lockern, zumal es bald für die Abschlussjahrgänge in die Prüfungsphase gehe. Hier seien viele in großer Sorge und mit «enormem Stress» konfrontiert.

In der Schülerschaft ist laut LSV NRW ein gespaltenes Bild zu beobachten. Manche wollten auf jeden Fall weiter Maske tragen, andere hätten genug von dieser Maßnahme, sagte Blaesse auf dpa-Anfrage. Er appellierte, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler aus Solidarität mit solchen, die eine Infektion und Erkrankung besonders schwer treffen könne, künftig weiter eine Maske anlegen. Diese sei Teil des Alltags geworden und könne beim Schutz gegen Corona viel bewirken.

Der Leiter einer Realschule in Gütersloh sagte, die Lehrkräfte wollten dort allesamt freiwillig weiter Maske tragen. «Wir finden es nicht richtig, dass die Maskenpflicht fällt», unterstrich Lutz Hamann. «Die Maske senkt das Infektionsrisiko deutlich und bedeutet nur eine geringe Einschränkung.» In der Schülerschaft gebe es beide Positionen in der Freiherr-vom-Stein-Schule. Er befürchte, dass die Infektions- und Quarantänezahlen bis nach den Osterferien ohne Maskenpflicht stark steigen werden. «Das ist nicht gut für die Schülerinnen und Schüler.» Die Maskenpflicht läuft laut Schulministerium zum 2. April aus, weil dann die bundesrechtliche Grundlage dafür entfalle.