Duisburg: Mehr Landeshilfen und Krisenstab nötig

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Sören Link spricht zu den Medien vor dem Rathaus am Burgplatz.
Sören Link spricht zu den Medien vor dem Rathaus am Burgplatz. Foto: Christoph Reichwein/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat für die Versorgung ukrainischer Flüchtlinge mehr Unterstützung vom Land und feste Finanzzusagen verlangt. Die Landesregierung müsse einen Krisenstab aktivieren, um die gesamtgesellschaftliche und gesamtstaatliche Aufgabe gezielter anpacken zu können, forderte der SPD-Politiker am Freitag im «Morgenecho» auf WDR 5. Die Registrierung der Neuankömmlinge sei weiterhin unzureichend. Link betonte zudem: «Es gibt keine landesweite Steuerung und das ist ein großes Problem.»

Link sagte, in Duisburg wisse man von knapp 3000 Flüchtlingen aus der Ukraine. Hinzu komme eine unbekannte Zahl an Menschen, die privat untergekommen seien. Die Stadt habe Sammelunterkünfte aktiviert, versuche aber vor allem, die Geflüchteten dezentral in Wohnungen unterzubringen.

Eine große Herausforderung werde es zudem, die ukrainischen Kinder und Jugendlichen mit Kita-Plätzen zu versorgen und in Schulen zu unterrichten. Vom Bund und vom Land brauche man die verbindliche Zusage, dass alle Kosten übernommen werden. Zudem sei zusätzliche Unterstützung erforderlich – etwa bei der Registrierung, bei der beispielsweise das Bundesamts für Migration (Bamf) helfen könne.