Viele Glatteis-Unfälle nach Kälteeinbruch in NRW

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Ein Streifenwagen der Polizei steht an einer Unfallstelle.
Ein Streifenwagen der Polizei steht an einer Unfallstelle. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Essen (dpa/lnw) – Nach dem plötzlichen Kälteeinbruch am Freitag in NRW geht nun der Schnee in Regen über. Die neue Woche beginnt mit Schauern, die sich vielfach zu Dauerregen auswachsen, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntag mitteilte. Vor allem im Bergland fallen die Niederschläge demnach kräftig aus. Außerdem wird es ab Mittwoch sehr windig.

Dafür sind die Temperaturen im Land nicht mehr so eisig: Sie liegen in den nächsten Tagen zwischen sechs und acht Grad. Sonne gebe es vor dem kommenden Wochenende kaum, dämpfte Meteorologin Ulrike Zenkner die Hoffnung auf Frühlingswetter. 

Schnee und Eis hatten nach Polizeiangaben am Samstagvormittag in Nordrhein-Westfalen vielerorts zu glatten Straßen geführt. Viele Autofahrer wurden davon überrascht. Vor allem in höheren Lagen kam es zu Unfällen. Im Hochsauerlandkreis wurden bei fünf Unfällen insgesamt 14 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Zwischen Bromskirchen und Hallenberg verlor ein 47 Jahre alter Autofahrer die Kontrolle über seinen Wagen und geriet auf schneeglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr. Dort prallte er frontal in das Auto eines 20-Jährigen und wurde schwer verletzt.

In Arnsberg erlitt eine 53 Jahre alte Autofahrerin schwere Verletzungen, als ein entgegenkommendes Auto auf glatter Straße frontal in ihren Wagen schleuderte. 

Ein 24 Jahre alter Autofahrer prallte bei Medebach-Glindfeld mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum. Der Fahrer und die beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt. 

Vorerst unklar war nach Angaben der Polizei, ob der Kälteeinbruch auch für eine Unfallserie auf der Autobahn 45 am Freitagabend verantwortlich war. Dort wurden bei drei miteinander verketteten Unfällen neun Menschen verletzt. Schneepflüge wurden eingesetzt, um den Weg zur Unfallstelle zu räumen. 

In Bonn führten herabstürzende Eisbrocken am Samstag zu einer vorübergehenden Sperrung der Autobahn 565. Dort stürzten wegen des Tauwetters immer wieder große Eisstücke von den Drahtseilen der Friedrich-Ebert-Brücke. Verletzt wurde niemand.

In Mechernich musste die Feuerwehr zu einem Zirkus ausrücken, um zwei Zeltdächer von Schnee zu befreien.

In Bochum kam eine 20 Jahre alte Autofahrerin mit ihrem Wagen bei Glätte von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Bordstein. Dabei verletzte sie sich so schwer, dass Helfer sie aus dem Auto bergen mussten. Die Frau kam ins Krankenhaus.