Anklage gegen mutmaßlichen Terroristen erhoben

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung NRW hat Anklage gegen einen 58-jährigen in der Türkei geborenen Mann wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung erhoben. Der staatenlose Angeschuldigte aus Bremen soll sich von Oktober 2009 bis Januar 2018 unter anderem in Wuppertal als Mitglied der DHKP-C betätigt haben, wie die Behörde bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Montag mitteilte.

Ziel der DHKP-C soll es sein, den türkischen Staat zu beseitigen und durch ein marxistisch-leninistisches Regime unter ihrer Kontrolle zu ersetzen. Der Angeschuldigte soll weisungsgebunden insbesondere organisatorische und unterstützende Aufgaben übernommen haben. So soll er Fahrdienste geleistet, sein Auto zur Verfügung gestellt und einem anderen Mitglied der terroristischen Vereinigung Unterkunft gewährt haben.

Daneben wird der Mann beschuldigt, in die Beschaffung und Weiterleitung von etwa 12 000 Euro für die terroristische Vereinigung eingebunden gewesen sein. Er befindet sich den Angaben zufolge derzeit auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nun darüber zu entscheiden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird.