Köln-Sportchef «überrascht», dass der Club auf ihn wartete

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Olaf Lies gibt bei der Vorstellung der zentralen Aspekte des Landschaftsprogramms ein Interview.
Olaf Lies gibt bei der Vorstellung der zentralen Aspekte des Landschaftsprogramms ein Interview. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Köln (dpa) – Der neue Sportchef Christian Keller ist angetan, dass Fußball-Bundesligist 1. FC Köln so lange auf ihn gewartet hat. «Ich war positiv überrascht, dass dies kein Ausschlusskriterium war», sagte der 43-Jährige am Montag bei seiner Vorstellung. Keller hatte schon Ende November in Köln unterschrieben, aber zur Bedingung gemacht, erst im April anzufangen.

«Es war gar nicht so notwendig, die Akkus aufzuladen», sagte er: «Der Hauptgrund war: Ich war achteinhalb Jahre in Regensburg, ich kann mir nicht heute auf die Brust klopfen und sagen, ich bin Regensburg und mir morgen glaubwürdig auf die Brust klopfen und sagen, ich bin Köln.» Er sei in der Zwischenzeit viel herumgereist, «aber als ich im Februar in Kapstadt gesessen und auf Südafrika geschaut habe, habe ich gesagt: Jetzt reicht es auch mal mit Urlaub.»

Vize-Präsident Eckhard Sauren, der den Auswahlprozess von Vorstandsseite leitete, deutete an, dass man sich grundsätzlich einen früheren Einstieg gewünscht hätte. «Wir haben natürlich Gespräche geführt», sagte er: «Aber Christian Keller war so klar, dass wir sofort wussten, dass wir uns auf den ersten April einstellen müssen. Zum Glück hatten wir mit Jörg Jakobs eine Interimslösung mit Qualität und konnten uns auf unseren Wunschkandidaten gedulden.»

Keller will sich nun «mit Hochdruck» der Kaderplanung widmen: «Da ist April nicht der früheste Zeitpunkt.» Weil die Ausgaben für den Lizenzspielerkader um 20 Prozent sinken, brauche man aber «viele kreative Lösungen.»