Sturmduo Thuram und Pléa vergrößert Fürther Abstiegssorgen

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Mönchengladbachs Marcus Thuram beim Kopfball.
Mönchengladbachs Marcus Thuram beim Kopfball. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Fürth (dpa) – Während die Fußball-Profis von Borussia Mönchengladbach ihren dritten Sieg aus den letzten vier Bundesliga-Spielen ausgiebig in der Sonne zelebrierten, schwappte die La Ola durch den Fanblock. Nach dem 2:0 (2:0) bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth hat die Borussia den Klassenerhalt so gut wie sicher. Vor 13 900 Zuschauern hatten Rückkehrer Marcus Thuram (18.) und Alassane Pléa per Foulelfmeter (24.) für die frühe Entscheidung gesorgt und dem Kleeblatt wohl auch die letzte Mini-Hoffnung im Abstiegskampf genommen.

«Sie haben wahnsinnig viel Qualität. Wenn sie fit sind, sind sie eine riesen Bereicherung», lobte Abwehrchef Matthias Ginter die beiden Torschützen am Sky-Mikrofon und stellte fest: «Zusammen mit Breel Emobolo vorne haben wir schon ein paar Waffen.»

Für Fürth, das auch im zwölften Pflichtspielduell mit Gladbach sieglos blieb, wird es im Abstiegskampf hingegen immer düsterer. Der Klassenerhalt scheint nur noch rechnerisch möglich. «Ich bin vor allem enttäuscht, wie wir uns in der ersten Hälfte verhalten haben», sagte Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl und kritisierte die «passive Spielweise» seiner Mannschaft.

Ob Leitl auch in der 2. Liga im Amt bleiben würde, hatte er vor dem Anpfiff erneut offen gelassen. «Es ist in alle Richtungen möglich. Momentan gibt es nichts zu kommunizieren», sagte Leitl dem TV-Sender Sky. Der 44-Jährige war zuletzt etwa mit dem FC Schalke 04 und Hertha BSC in Verbindung gebracht worden.

Am Samstag sah der Franken-Trainer in der ersten Hälfte überforderte Fürther. Zunächst drückte Florian Neuhaus (2.) den Ball am Pfosten vorbei, dann klatschte ein Schuss von Breel Embolo (5.) direkt auf die Brust von Fürth-Keeper Andreas Linde. Schließlich belohnte Thuram, der nach überstandenen Adduktorenproblemen von Beginn an spielte, die Gladbacher mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.

Angeheizt von ihrem Fanblock blieb die Fohlenelf das bessere Team. Nach einem vermeintlichen Foul von Fürths Timothy Tillman an Stefan Lainer ließ Schiedsrichter Tobias Stieler zunächst weiterspielen – entschied nach Eingreifen des Videoassistenten jedoch zurecht auf Elfmeter. Pléa verwandelte.

Nach der Pause verwaltete Mönchengladbach die Führung, ohne weiter Offensivakzente zu setzen. Fürth kam dadurch besser ins Spiel und kombinierte sich immer wieder vors gegnerische Tor. Letztendlich bereiteten die Abschlüsse von Max Christiansen (56.) und Jamie Leweling (70.) Gladbachs Torwart Yann Sommer keine Probleme. «In der zweiten Hälfte haben wir zu viele leichte Ballverluste gehabt. Aber über 90 Minuten ist der Sieg verdient», sagte Borussia-Coach Adi Hütter.

Dass die Fürther Niederlage nicht höher ausfiel, lag auch an Linde, der die Angriffe von Thuram, Neuhaus und Pléa immer wieder parierte.