Heinen-Esser will auf Sitz im neuen NRW-Landtag verzichten

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Ein Wahlplakate von Ursula Heinen-Esser hängen in der Innenstadt.
Ein Wahlplakate von Ursula Heinen-Esser hängen in der Innenstadt. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) – Die infolge der «Mallorca-Affäre» zurückgetretene nordrhein-westfälische Ex-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) will auf einen Sitz im neuen Landtag verzichten, falls sie gewählt werden sollte. Das teilte sie der Partei in einem Schreiben mit, das der dpa vorliegt. Die CDU in Köln bestätigte am Montag Heinen-Essers Erklärung vom Vortag.

In dem Schreiben an den Generalsekretär der Landes-CDU, Josef Hovenjürgen, und den Kölner CDU-Chef Bernd Petelkau beschreibt Heinen-Esser, dass sie ihre Kandidatur aus rechtlichen Gründen nicht zurückziehen könne. Aber: «Selbstverständlich werde ich in Köln, genauso wie ich es in Düsseldorf getan habe, Verantwortung übernehmen und im Falle einer Wahl diese nicht annehmen.»

Heinen-Esser schließt in dem Brief an Hovenjürgen und Petelkau mit den Worten: «Ich danke Euch persönlich sehr für die Unterstützung auch in schwierigen Stunden.»

Laut «Stadt-Anzeiger» sollen nun auch die Plakate mit Heinen-Esser sukzessive wieder aus dem Straßenbild verschwinden. Sie kandidiert als Direktkandidatin in der Innenstadt und steht auf einem vorderen Platz der Landesliste der CDU.

Heinen-Esser war vergangene Woche als Umweltministerin im Zuge der sogenannten «Mallorca-Affäre» zurückgetreten. Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» enthüllt, dass sie anderthalb Wochen nach Beginn der Flutkatastrophe in NRW auf Mallorca mit weiteren Kabinettsmitgliedern den Geburtstag ihres Mannes gefeiert hatte. Das Briefpapier des aktuellen Schreibens an die CDU trägt bereits den Kopf «Staatsministerin a.D.».