Glasfaser: Schneller Ausbau in Hetterscheidt / Heiligenhauser Norden in Planung

591
Bürgermeister Michael Beck (vorn rechts) mit Kämmer Björn Kerkmann und Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels bei der Baustellenbesichtigung
Bürgermeister Michael Beck (vorn rechts) mit Kämmer Björn Kerkmann und Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels (l.) bei der Baustellenbesichtigung "Am Breitenweg" in Hetterscheidt. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Die Firma Muenet kommt mit dem Glasfaserausbau in Hetterscheidt gut voran. Nach drei Wochen ist schon mehr als die Hälfte der Lehrrohre für das Glasfasernetz unter der Erde. Weitere Ausbauschritte im Norden von Heiligenhaus und im Stadtteil Isenbügel sind in Planung.

Zum strahlenden Sonnenschein kamen freudestrahlende Gesichter beim Pressetermin zum Ausbau(start) in Hetterscheidt. Hier ist seit drei Wochen die Firma Flex Infra Team im Auftrag der Muenet im Einsatz und legt die Lehrrohre für die Glasfaseranschlüsse. Vier Kilometer der insgesamt 7,5 Kilometer langen Tiefbautrasse sind schon erstellt. Am Ende werden damit 620 Häuser erschlossen, rund die Hälfte davon erhält gleich im Zuge des Ausbaus auch einen Glasfaseranschluss der Muenet.

Bis zum 20. Mai sollen die Arbeiten der Tiefbaufirma abgeschlossen sein. Im Anschluss daran werden die Leerrohre mit Glasfaserleitungen bestückt und die Hausanschlüsse gemacht. Den „Flaschenhals“ – wenn auch offensichtlich keinen allzu dünnen – sieht Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels eher in der Hauptanbindung, die Hetterscheidt aus Wülfrath bekommt: Hier liegt der Zeitplan der Muenet bei rund sechs bis acht Wochen bis zur Fertigstellung. „In diesem Sommer noch“, so Nettels, sollen die Hetterscheidter mit dem schnellen Netz surfen können.

„Wir haben schon während der Anwohnerbefragung mit der Planung begonnen, deshalb konnten wir auch gleich starten, als die erforderliche Zahl erreicht war“, berichtet Nettels, im Rückblick auf die Nachfragebündelung, mit der geklärt wurde, wie viele Hausbesitzer sich für einen schnellen Datenanschluss interessieren. Statt der Mindestanforderung von 40 Prozent sind es am Ende sogar über 50 Prozent geworden. Der zügige Fortschritt des Ausbaus sei auch ein Verdienst der Verwaltung, die sehr gut und schnell arbeite, findet Nettels.

Nach dem guten Start in Hetterscheidt, hofft man in Heiligenhaus nun auch auf den Zuspruch der Anwohner im nördlichen Stadtgebiet. Im Wesentlichen geht es hier um den Bereich westlich der Abtskücher Straße und nördlich des Panorama-Radwegs. „Die Informationsschreiben an die Anwohner habe ich gerne verschickt“, sagt Bürgermeister Michael Beck. Sollten man hier auf ähnliche Zustimmung stoßen wie in Hetterscheidt, Voraussetzung ist wieder, dass sich mindestens 40 Prozent der Anwohner für einen Wechsel ins Glasfasernetz entscheiden, machen die Tiefbauer der Muenet gleich in diesem Stadtgebiet weiter. Der Ausbau betrifft hier 1.200 Häuser. Erstellt werden müssten etwa 18 Kilometer Tiefbautrasse.

Bis Ende Mai soll die Entscheidung der Nachfragebündelung feststehen. Abhängig davon, also vom Ausbauerfolg im Heiligenhauser Norden, ist das Ausbaugebiet Isenbügel. Nur nach dem ersten Schritt kann in diesem Fall nämlich auch der zweite folgen. Das schnelle Netz also über die Muenet nach Isenbügel kommen.