Mutmaßlicher Islamist wegen Kampfen in Syrien festgenommen

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Karlsruhe (dpa) – Ermittler haben am Dienstag im Raum Aachen einen Mann festgenommen, der im syrischen Bürgerkrieg für militant-islamistische Gruppen gekämpft haben soll. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung vorgeworfen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Der Mann, der die deutsche Staatsangehörigkeit hat, soll zwischen 2012 und 2014 viermal nach Syrien gereist sein, um für die Terrormiliz Ahrar al-Sham («Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens») und eine Vorgängergruppierung zu kämpfen. Laut Bundesanwaltschaft wollten beide Vereinigungen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad stürzen und einen Gottesstaat errichten. Bei Anschlägen hätten die Kämpfer bewusst zivile Opfer in Kauf genommen. In einigen eroberten Gebieten hätten sich Mitglieder von Ahrar al-Sham an der gezielten Ermordung von Zivilisten beteiligt.

Der Festgenommene wurde bis zum Nachmittag einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Damit steht fest, dass der Mann in Untersuchungshaft kommt.