Reul bei Johannitern: Spezialfahrzeuge helfen Leben retten

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Herbert Reul, Innenminister von NRW, steht vor einem Spezialfahrzeug für schwer zugängliche Gebiete.
Herbert Reul, Innenminister von NRW, steht vor einem Spezialfahrzeug für schwer zugängliche Gebiete. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – NRW-Innenminister Herbert Reul hat die Bedeutung von Spezialfahrzeugen für die Lebensrettung in extremen Gefahrenlagen hervorgehoben. Bei Vorstellung von zwei Spezialfahrzeugen der Johanniter – ein Unimog und ein Drohnenfahrzeug – in Düsseldorf sagte der CDU-Politiker: «Bei Extremwetterereignissen wie zum Beispiel bei Überflutungen oder bei Schneechaos kann der Anfahrtsweg zu verletzten oder von der Versorgung abgeschnittenen Menschen schnell zum Problem werden.»

Schon eine Verzögerung um wenige wertvolle Minuten sei riskant, betonte Reul. «Und da kommen diese Spezialfahrzeuge ins Spiel», mit denen Menschen in teilüberschwemmten Gebieten und bei zerstörter Infrastruktur schneller und sicherer gerettet werden könnten. Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz habe gezeigt, dass regulärer Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in extremen Einsatzlagen schnell an ihre Grenzen kommen, hieß es bei den Johannitern.

Man habe daher bestehende Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes mit neuen, allwettertauglichen Fahrzeugen aufgerüstet, erläuterte ein Sprecher des NRW-Verbands. Im ganzen Land seien inzwischen Spezialfahrzeuge stationiert – darunter auch der nun am Dienstag präsentierte Unimog sowie ein Fahrzeug, von dem aus Drohnen zur Aufklärung starten könnten.

Die verstärkten Ressourcen sind den Johannitern zufolge gebündelt in der Universellen Katastrophenschutz-Einheit UNIKE als «einer neuen, autark agierenden Einsatzeinheit für Extremwetterlagen» in NRW. «UNIKE ist eine landesweite, organisationseigene, dezentrale Katastrophenschutz-Einheit mit modularem Aufbau.» Sie ergänze bestehende Strukturen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz bei extremen Wetterereignissen und bei Einsätzen in besonders schwer zugänglichen Gebieten – schnell und flexibel. Helferinnen und Helfer würden gezielt für die schwierigen Einsätze trainiert.