Säureangriff auf Haaner Manager: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: pixabay/symbolbild
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: pixabay/symbolbild

Wuppertal/Haan. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat gegen einen 41-jährigen Belgier Anklage bei der großen Strafkammer des Landgerichts Wuppertal erhoben.

Dem 41-Jähriger wird eine absichtlich herbeigeführte gemeinschaftliche schwere Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Konkret wirft die Wuppertaler Staatsanwaltschaft dem Belgier vor, am 4. März 2018 in Haan mit einer weiteren Person an einem Säureangriff auf einen damals 51-jährigen Manager beteiligt gewesen zu sein.

Der Belgier wurde am 14. Dezember 2021 in der belgischen Provinz Limburg nach Erlass
eines europäischen Haftbefehls widerstandslos festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert.

„Zuvor durchgeführte umfangreiche Ermittlungen ergaben unter anderem, dass sein DNA-Profil mit am Tatort aufgefundenen DNA-Spuren übereinstimme“, teilt Staatsanwältin Dorothea Tumeltshammer mit. Bislang habe sich der Angeschuldigte nicht zur Tat eingelassen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Gegen weitere Beschuldigte habe man einen Tatverdacht nicht erhärten können, so die Wuppertaler Staatsanwältin weiter. Die Behörde hat das Ermittlungsverfahren insoweit eingestellt.

Das Landgericht Wuppertal hat über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Dem Belgier droht für den Fall einer Verurteilung laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe zwischen drei und 15 Jahren.