Ostermärsche in NRW: «Eskalationsspirale stoppen»

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„ohne Frieden no Future - Rentnerin for future“ steht auf einem Plakat.
„ohne Frieden no Future - Rentnerin for future“ steht auf einem Plakat. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Bonn (dpa/lnw) – Auch in Nordrhein-Westfalen gehen am Osterwochenende wieder Menschen für den Frieden auf die Straße – angesichts des Ukraine-Kriegs dürften es dieses Mal sogar besonders viele werden. Allerdings werde sich noch zeigen müssen, «ob Bilder wie die von den getöteten Zivilisten in Butscha nun eher mobilisieren oder nicht vielleicht die Resignation verstärken», sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative in Bonn, das die Ostermärsche bundesweit koordiniert.

Gronau macht am Karfreitag den Auftakt mit einer Fahrraddemo. In Münster startet am Samstag ebenfalls eine Ostermarschaktion mit dem Rad unter dem Motto «Waffen nieder! Nein zum Krieg! Eskalationsspirale stoppen!». Eine der größten Aktionen in NRW ist traditionell der Ostermarsch Rhein-Ruhr von Samstag bis Ostermontag. Die Gefahr eines Atomkriegs sei heute so hoch wie seit der Kuba-Krise von 1962 nicht mehr, warnen die Veranstalter an der Ruhr.

Im Ukraine-Krieg fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ostermärsche einen sofortigen Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen.

Ein weiteres zentrales Thema soll die von der Bundesregierung angekündigte Aufrüstung der Bundeswehr sein. «Hier besteht komplette Einigkeit darüber, dass wir die 100 Milliarden für das Klima und andere drängende Aufgaben brauchen und nicht für Waffen», sagte Golla. «Auf einen Schlag 100 Milliarden in Aufrüstung zu investieren, ist doch nur ein Freifahrtschein fürs Geldverdienen der Rüstungskonzerne. Das bringt auch keine zusätzliche Sicherheit.» Insbesondere die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge vom Typ F-35, die US-Atombomben tragen könnten, lehne die Friedensbewegung ab.