Prozess: Mann soll Geliebte im Trennungsstreit erwürgt haben

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Seine Geliebte wollte sich von ihm trennen – darum soll ein 60-Jähriger sie erwürgt haben: Seit Mittwoch steht der Mann wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht. Am ersten Prozesstag räumte der Angeklagte die Tat ein. Er habe die 71-Jährige «aus Instinkt» getötet, nachdem sie ihm ins Gesicht gespuckt habe. 

Laut Anklage war die Beziehung des Paares «zuletzt von etlichen Streitereien geprägt». Die Frau habe den Angeklagten schließlich aufgefordert, seine Sachen zu packen und in seine Wohnung zurückzukehren. 

Da der 60-Jährige seine Wohnung aber noch renovieren musste, nachdem zuvor ein Untermieter dort gewohnt habe, sei er in der Nacht zum 21. Oktober 2021 in die Wohnung der Frau zurückgekehrt, um dort «gegen ihren Willen» zu übernachten, sagte die Staatsanwältin. Darüber soll es zum Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Mann die 71-Jährige zunächst niedergeschlagen und schließlich bis zum Tod gewürgt haben soll. 

Nach der Tat hatte sich der Mann bei der Polizei gestellt und dort nach eigenen Angaben gesagt: «Ich glaube, ich habe meine Freundin getötet.» Bis Mitte Mai sind sechs weitere Prozesstage terminiert.