«Car-Freitag»: Erste Autos in NRW sichergestellt

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Ein Polizist winkt ein getuntes Auto bei einem Tuning-Treffen zur Kontrolle heraus.
Ein Polizist winkt ein getuntes Auto bei einem Tuning-Treffen zur Kontrolle heraus. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Bildarchiv

Düsseldorf/Dortmund (dpa/lnw) – Mit großem Aufwand ist die Polizei in zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten und Kreisen anlässlich des «Car-Freitags» gegen Exzesse in der Tuner- und Poser-Szene vorgegangen. Bereits am Mittag wurden bei Verkehrskontrollen im Kreis Euskirchen zwei Autos und drei Motorräder sichergestellt, wie die Kreispolizeibehörde mitteilte. Die Polizei war dort am Karfreitag wegen eines geplanten Treffens der Tuner-Szene am Nürburgring bereits besonders früh im Einsatz, um gegen verbotene Rennen, Manipulation an Fahrzeugen und Geschwindigkeitsübertretungen vorzugehen.

Auch an einigen anderen Orten – etwa in Düsseldorf, Dortmund und Duisburg – wurde ab dem Nachmittag verstärkt kontrolliert. «Wir sind am Start, aber bis jetzt ist es noch ruhig», sagte ein Sprecher der Dortmunder Polizei am späten Freitagnachmittag – die Stadt gilt als ein Haupttreffpunkt der Tuner- und Poser-Szene.

Auch in Duisburg war es zu diesem Zeitpunkt noch ruhig. Doch könne sich dies spätestens mit Einbruch der Dunkelheit noch ändern, sagte ein Polizeisprecher dort. In der Landeshauptstadt plante die Polizei wegen des «Car-Freitags» einen zwölfstündigen Sondereinsatz.

Der Karfreitag gilt als Auftaktdatum für Treffen der Autoposer- und Tuner-Szene. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat deshalb kürzlich starke Verkehrskontrollen für diesen Tag angekündigt. «Karfreitag ist ein Feiertag und kein Freifahrtschein für Straßengefährder. Wir werden auch in diesem Jahr mit vielen Polizistinnen und Polizisten auf der Straße sein und verstärkt kontrollieren», sagte er in einer Mitteilung des Innenministeriums.

Poser-Wiederholungstätern droht in Düsseldorf mittlerweile ein Zwangsgeld von 5000 Euro. Werden bei einer Wiederholungstat andere Menschen gefährdet, drohen den Posern sogar 10.000 Euro Zwangsgeld.