Nach Corona-Pause: 2022 wieder Osterräderlauf in Lügde

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Zuschauer beobachten, wie ein brennendes Osterrad aus Holz einen Hügel herabrollt.
Zuschauer beobachten, wie ein brennendes Osterrad aus Holz einen Hügel herabrollt. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Lügde (dpa) – Erstmals seit 2019 rollen am heutigen Ostersonntag in Lügde wieder die mit Stroh gefüllten brennenden Holzräder als Osterfeuerritual. Der Osterräderlauf im Kreis Lippe ist seit 2018 von der Unesco als Immaterielles Kulturerbe gelistet. Vor der Corona-Pandemie kamen bis zu 20.000 Besucher zur Begrüßung des Frühlings auf den Osterberg an die Landesgrenze zu Niedersachsen. Veranstalter ist der Dechenverein Lügde.

Der Brauch, bei dem 400 Kilogramm schwere Holzräder mit eingeflochtenem Roggenstroh von einem Berg gerollt werden, soll auf Karl den Großen zurückgehen. Der Frankenkönig soll im Jahr 784 in Lügde den Lauf als Brauch zur Feier der Auferstehung Christi angeordnet haben. Dabei brennen nicht die Räder an sich, sondern das eingeflochtene Stroh. Die Veranstaltung in diesem Jahr steht im Zeichen für den Frieden in der Ukraine.