Nach 0:1 gegen Paderborn: Ingolstadt so gut wie abgestiegen

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Der Ingolstädter Florian Pick liegt auf dem Boden.
Der Ingolstädter Florian Pick liegt auf dem Boden. Foto: Daniel Löb/dpa

Ingolstadt (dpa/lby) – Das war’s wohl endgültig mit dem Abstieg für den FC Ingolstadt. Das verrieten auch die Mienen der Ingolstädter Fußball-Profis nach dem 0:1 (0:0) im Heimspiel gegen den SC Paderborn. «Es geht darum, weiter nach vorne zu blicken und zu schauen, was in Karlsruhe auf uns wartet», lautete die Durchhalteparole von Trainer Rüdiger Rehm.

Bei noch vier ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang 16 bereits zehn Punkte – schon am Freitag nach dem Spiel beim Karlsruher SC könnte der Abstieg in die 3. Liga für den Aufsteiger besiegelt sein.

Die Chancen auf den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga sind bei den Oberbayern nur noch rechnerischer Natur. «Wir werden weiterhin alles daran setzen, uns noch so teuer wie möglich zu verkaufen», sagte Mittelfeldspieler Rico Preißinger. Mehr als Achtungserfolge sind aber kaum noch drin.

Ein verwandelter Foulelfmeter von Paderborns Florent Muslija in der 70. Minute führte in dem schwachen Spiel am Sonntag zum Endstand. «Das Problem ist, dass uns in der Offensive die Durchschlagskraft fehlt, Tore zu erzielen», sagte FCI-Verteidiger Michael Heinloth. «Wir sind einfach momentan zu harmlos. So können wir keine Spiele gewinnen», stellte der 30 Jahre alte Routinier fest.

4219 Zuschauer sahen eine durchweg chancenarme Partie, in der beiden Teams die Präzision im Spiel nach vorne fehlte. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten aber kaum Torgefahr entwickeln. Flanken landeten im Aus oder der letzte Pass beim Gegner. Von Ingolstadt kam so gut wie nichts.

Nach der Pause agierten beide Mannschaften zumindest mit etwas mehr Tempo. Der Flankenversuch von Paderborns Philipp Klement (55.) landete auf der Latte. Auf der Gegenseite verstolperte der freistehende Florian Pick (57.) im Strafraum den Ball. «Der Gegner hat mehr Torgefahr ausgestrahlt als wir. Das muss man klar sagen», resümierte Rehm. «Paderborn hat verdient gewonnen.»

Da weder Paderborn noch Ingolstadt aus dem Spiel heraus sehenswerte Strafraumszenen kreierten, entschied ein Strafstoß das Spiel. Nach einem klaren Foul von Preißinger an Dennis Srbeny verwandelte Muslija präzise ins linke untere Eck.