Polizei ermittelt in 5000 Fällen wegen falscher Impfpässe

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Polizei in Nordrhein-Westfalen sind seit April vergangenen Jahres mehr als 5000 Verdachtsfälle gefälschter Impfpässe bekannt geworden. Zwischen September und Dezember 2021 habe es noch einen Anstieg der Fallzahlen gegeben. Seit Januar entwickelten sich die Fallzahlen rückläufig, hieß es vom Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage.

Nach früheren Angaben war im Dezember mit mehr als 1400 Fällen der Höhepunkt bei den Fälschungsdelikten registriert worden. Im März hatten rund 260 Polizisten im Rheinland 70 Wohnungen und eine Firma wegen gefälschter Impfpässe durchsucht. Hauptsächlich richteten sich die Ermittlungen gegen eine Arzthelferin, wie die Kölner Staatsanwaltschaft damals mitteilte. Es seien in verschiedenen Objekten mehr als 50 gefälschte Impfpässe sichergestellt worden.

Darüber hinaus fanden die Ermittler Utensilien wie Stempel zur Fälschung von Impfpässen. In einer Firma in Frechen stellten sie zudem Silberbarren und -münzen im Wert von mehr als 40.000 Euro sowie etwa 60.000 Euro Bargeld sicher. Der Inhaber wird verdächtigt, Impfausweise gefälscht und mit diesen gehandelt zu haben. Eine bei der Kölner Polizei eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe hatte wenige Wochen zuvor bereits eine Durchsuchung gestartet.