„Chaos Computer Club“ sendet aus Wülfrath

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Für den "Chaos Computer Club" wurde das WIR-Haus in Wülfrath zu einer Produktionsstätte. Foto: WIR

Wülfrath. Aus Wülfrath in die ganze Welt: Das WIR-Haus ist über Ostern zur Basis und zum Schauplatz der Osterveranstaltung des Chaos Computer Clubs (CCC) geworden.

Das Gebäude an der Wilhelmstraße war eines von drei Produktionsstudios des „Digital Verteilten Online Chaos“ (DiVOC). Mit der Veranstaltung bringt der CCC an Computer und Technik bzw. digital Interessierte aus Deutschland und aus aller Welt online zusammen, damit sie über gesellschaftlich relevante Themen diskutieren oder sich über Technik auszutauschen können. Der Wülfrather Förderverein Freifunk im Neanderland war Veranstalter der diesjährigen DiVOC.

Das WIR-Haus mit seiner durch die Staatskanzlei NRW geförderten Digital-Technik war, neben Hamburg und Berlin, eines der drei “Studios” der Veranstaltung, in welchen Videobeiträge und Vorträge produziert wurden. Beteiligt waren in Wülfrath vier Technikerinnen und Techniker und ein lokaler Künstler, die elf Live-Talks mit Online-Beteiligung produziert haben. Thematisch beschäftigten sich die Teilnehmenden mit fairer Elektronik, mit Zensur und Meinungsfreiheit im Netz oder mit Datenethik in der Smart City. Dabei ging es auch aktuell und politisch-brisant zu: „Der allrussische Traum oder: Was treibt Putin wirklich an?“. Oder „Digitale Manipulationsresilienz: So fallen wir nicht auf manipulative Kommunikation rein“.

Die Vorträge, Online-Kunstprojekte und Streams beschäftigten sich mit Fragen der Partizipation und Barrierearmut, mit Wissenschaftsvermittlung und -leugnung. Insgesamt kamen so in Wülfrath 14 Stunden Live-Stream zusammen – mit Vortragenden und Moderationen aus Bremen, Hamburg, Österreich und sogar Argentinien.

„Alle Vorträge wurden simultan übersetzt und sind auch online für die ,Ewigkeit‘ veröffentlicht. Wer sich interessiert kann die Vorträge im Internet nachverfolgen. Das ist wirklich spannend“, so Stephan Plarre vom Freifunk und den Wülfrather Ideen Räumen (WIR). Der Verein sei sehr gern Gastgeber gewesen und hat sich aktiv auch an der nachträglichen Dokumentation via Video beteiligt. Stephan Plarre: „Genauso stellen wir uns das vor: Mit dem WIR-Haus schaffen wir die Möglichkeit, Themen und Angebote aus aller Welt nach Wülfrath zu holen, so dass sich Menschen aus Wülfrath und Umgebung das digitale Leben erschließen können.“

Die Beiträge der Veranstaltung kann sich online anschauen unter: media.ccc.de.