Förster rettet sich mit Sprung vor Motocross-Fahrer

30
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet.
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Coesfeld (dpa/lnw) – Nur mit einem raschen Sprung zur Seite hat ein Förster im Naturschutzgebiet Borkenberge im Münsterland verhindern können, dass ihn ein Motocross-Fahrer umfuhr. Wie die Polizei Coesfeld am Donnerstag mitteilte, hatte der Förster am Mittwochabend bei einem Kontrollgang im Naturschutzgebiet plötzlich Motorgeräusche gehört. Daraufhin stellte er sich in den Weg, um die unerlaubte Cross-Tour in dem Naturschutzgebiet zu beenden.

Doch als zwei Motocross-Fahrer den Förster sahen, kam es zu einer dramatischen Zuspitzung der Lage. Einer der Fahrer positionierte sich laut Polizei zehn bis zwanzig Meter vor dem Förster und gab dann Vollgas. Der Zusammenstoß sei nur durch einen Sprung des Försters zur Seite zu verhindern gewesen. Der unbekannte Motocross-Fahrer flüchtete dann zusammen mit seinem Begleiter.

Das Betreten und Befahren des Naturschutzgebietes auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände ist verboten. Doch werden die Verbote längst nicht immer beachtet. Erst vor rund einem Jahr verunglückte ein 18-jähriger Crossfahrer dort tödlich. Der Heranwachsende verlor die Kontrolle über seine Maschine und prallte gegen einen Baum.