Abstiegskampf in Dresden: Alles oder Nichts gegen Regensburg

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Der Dresdener Tim Knipping (l) gratuliert dem Torschützen Ransford-Yeboah Königsdörffer.
Der Dresdener Tim Knipping (l) gratuliert dem Torschützen Ransford-Yeboah Königsdörffer. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Düsseldorf/Dresden (dpa) – Jetzt oder nie. Mit einem Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg am kommenden Samstag (13.30 Uhr/Sky) könnte die SG Dynamo Dresden zumindest den direkten Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga verhindern. Bei dann noch verbleibenden zwei Spielen wären die Dresdner nicht mehr durch den sächsischen Erzrivalen Erzgebirge Aue einzuholen. Zeitgleich schwinden jedoch die Chancen der Elbestädter auf den direkten Ligaverbleib. Das 2:2 (2:0) in Düsseldorf ist mit einem Blick auf die Konkurrenz zu wenig.

«Ein Punkt ist besser als keiner», sagte Ransford-Yeboah Königsdörffer bilanzierend nach dem Freitagabendspiel bei der Fortuna. Erst nach der Einwechslung des Youngsters Mitte des zweiten Durchgangs hatte Dynamo auswärts bei Fortuna Düsseldorf (2:2,2:0) offensiv überhaupt stattgefunden. Das Anschlusstor durch Paul Will (71.) hatte der Angreifer mit eingeleitet. Nur neun Minuten später gelang ihm selbst der Ausgleich. «Aber davon können wir uns nichts kaufen. Wir müssen jetzt mal einen Sieg einfahren, sonst wird das nix, sonst wird es nur über die Relegation gehen», ordnete Königsdörffer treffend ein.

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass das Remis gegen Düsseldorf eigentlich zu wenig ist. Der Abstand auf Erzgebirge Aue, die den ersten direkten Abstiegsplatz belegen, bleibt nach deren 2:2 Unentschieden gegen Hansa Rostock am Sonntag konstant bei sieben Zähler. Hier hat es Dynamo verpasst, für klare Verhältnisse zu sorgen. So hat Aue nun noch eine kleine Restchance: Um sich in der 2. Liga zu halten, müsste die Erzgebirger die verbleibenden drei Spiele allesamt gewinnen. Dazu auch das direkte Aufeinandertreffen mit Dynamo in deren Stadion beim Saisonfinale.

Tatsächlich hat das Unentschieden gegen Düsseldorf aber auch dafür gesorgt, dass noch eine theoretische Möglichkeit auf den direkten Klassenerhalt besteht. Von Hannover 96, die mit 36 Zählern den ersten Nichtabstiegsplatz belegen, trennen Dynamo sechs Punkte. «Wir gehen jetzt mit einem Ticken mehr Selbstvertrauen in die Trainingswoche», erklärte Will.

Die Elbestädter müssen nach 14 sieglosen Spielen die starken 20 Schlussminuten von Düsseldorf ausbauen. «Wir müssen es jetzt hinbekommen, dass wir einmal mit voller Überzeugung 90 Minuten durchspielen», erklärt Kapitän Tim Knipping. Mut könnte die Statistik gegen den Jahn machen: Von den bislang 17 absolvierten Partien gewannen die Dresdner zehn, lediglich viermal verließ Regensburg das Feld als Gewinner. Nur einmal konnten die Bayern in Dresden gewinnen. Das war im April 2010, als man Dresden mit 2:0 schlug.