Gündogan: Mit diesen Voraussetzungen kann man angreifen

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Ilkay Gündogan spricht während einer Pressekonferenz.
Ilkay Gündogan spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) – Nach Ansicht von Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan fehlt seinem Ex-Club Borussia Dortmund eine «mutigere Selbsteinschätzung». Es werde viel darüber geredet, dass die Bayern «die besseren wirtschaftlichen Voraussetzungen hätten, aber Dortmund schafft es seit Jahren, regelmäßig die größten Talente Europas zu überzeugen und auch gestandene Spieler, wie zuletzt Emre Can oder Niklas Süle im kommenden Sommer, für sich zu gewinnen», sagte der Mittelfeldspieler des englische Meisters Manchester City im «Sport1»-Interview (Freitag). Natürlich gehe es auf lange Sicht auch darum, diese Spieler halten zu können: «Aber mit diesen Voraussetzungen und der Strahlkraft kann man gut und gerne angreifen.»

Die Voraussetzungen, dass Dortmund in Zukunft mal wieder deutscher Meister wird und die Phalanx des FC Bayern München durchbricht, «sind auf jeden Fall gegeben», sagte der 31-Jährige, der von 2011 bis 2016 beim BVB spielte. Die Verpflichtung von Nationalverteidiger Niklas Süle sei «definitiv» ein Statement. «Dass man einen mehr oder weniger Bayern-Stamm- und Nationalspieler für sich gewinnen konnte – und das noch ablösefrei – hinterlässt Eindruck. Ich glaube auch bei Bayern. Sollten Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi ebenfalls zum BVB kommen, wäre das zweifelsfrei ein Upgrade», sagte Gündogan.

Vieles werde auch von Erling Haalands Zukunftsentscheidung abhängen. «Der BVB hat es aber bislang eigentlich immer geschafft, einen adäquaten Ersatz für einen namhaften Abgang zu verpflichten und zum nächsten Top-Spieler zu formen», sagte Gündogan. Wichtig sei aber vor allem, dass der BVB in der nächsten Saison von Verletzungen verschont bleibt. «Das war in dieser Saison absolut verrückt. Das spielt mit Blick auf den sportlichen Erfolg eine extrem große Rolle, wenn dir die Achse ständig wegbricht und man die Mannschaft gefühlt im Wochenrhythmus neu aufstellen muss», sagte der Ex-Dortmunder.