Betrunkener rast in Fußgänger: Frau und Kind schwer verletzt

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Polizisten sichern den Unfallort, nachdem  an einem Kreisverkehr ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren ist.
Polizisten sichern den Unfallort, nachdem an einem Kreisverkehr ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren ist. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Leverkusen (dpa) – Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer ist in Leverkusen in eine Menschengruppe gerast und hat drei Menschen zum Teil schwer verletzt. Der 47-Jährige sei am Samstagnachmittag auf einen Kreisverkehr zugefahren, habe die Kontrolle über seinen Wagen verloren und Menschen auf einer Fußgängerinsel erfasst, teilte die Polizei am Sonntag in Köln mit.

Dabei wurden eine 30 Jahre alte Frau und ihr acht Jahre altes Kind schwer verletzt. Ihr zweites Kind, das in einem Kinderwagen saß, überstand den Unfall unbeschadet. Ein weiteres, elf Jahre altes Kind, das nicht zu der Familie gehört, erlitt leichte Verletzungen.

Der Fahrer flüchtete, konnte aber kurz darauf von der Polizei festgenommen werden. Denn ein Unfallzeuge hatte den Sportwagen verfolgt. «Er hat uns laufend den Standort durchgegeben, so dass wir den 47-Jährigen an seiner Wohnanschrift antreffen konnten», berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag.

Der Mann wurde zunächst festgenommen. Nach Polizeiangaben roch er nach Alkohol, verweigerte aber einen Atemtest, so dass ihm Blut abgenommen wurde, um den Alkoholkonsum nachzuweisen. Das Ergebnis war am Sonntag noch nicht bekannt. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt, ebenso das Auto. Er kam auf freien Fuß.

Die Polizei ermittelt gegen den 47-Jährigen zudem wegen eines illegalen Autorennens, auch wenn es keinen Hinweis auf ein zweites beteiligtes Fahrzeug gab. Der Mann soll schon vor der Kollision am Kreisverkehr waghalsige Überholmanöver gefahren sein. Zeugen sagten aus, dass der Mann mit weit über Tempo 100 unterwegs gewesen sei – und mit quietschenden Reifen.