Heimatmuseum: Wülfrather Staatspreis-Träger zeigt Algen-Kunst

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Ein Blick ins Wülfrather Heimatmuseum. Foto: Niederbergisches Museum
Ein Blick ins Wülfrather Heimatmuseum. Foto: Niederbergisches Museum

Wülfrath. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Verleihung des Staatspreises NRW für das Kunsthandwerk in der Kategorie Bild und Druckmedien an Jan Göller, die im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund stattfand, wird nun auch vor Ort in einer Feierstunde der Wülfrather Preisträger gewürdigt.

Dem Vorstand Trägerverein Niederbergisches Museum Wülfrath gelang es, den Wülfrather für eine Ausstellung seiner „Verve“-Exponate zu gewinnen. Am 1. Mai, ab 11 Uhr, wird der Künstler in einer Vernissage seine Fotografien von der Welt der Algen vorstellen.

Jan Göller schreibt dazu, dass durch den „ästhetischen Anblick dieser Pflanzen in den Aufnahmen Algen die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen als Botschafter unserer Meere gebührt. Die Bedeutung der Algen als reinigende Kraft der Meere ist immens. Durch Kontamination der Meere wird das bestehende System durch übermäßiges Wachstum von Algen aus dem Gleichgewicht gebracht, was eine Gefahr für das Ökosystem Meer darstellt. Mit dieser Arbeit will ich diesem Ökosystem eine Stimme geben, denn unsere Meere und wir selbst als Menschen, sind mehr denn je auf einen achtsamen Umgang mit ihm angewiesen“.

In der Begründung der Jury zur Preisverleihung heißt es unter anderem: „Fotografie hat die Aufgabe, uns Dinge, Geschehnisse, Emotionen und weniger Sichtbares vor Augen zu führen. In diesem speziellen Fall an die Oberfläche zu holen: Algen sehen zwar wie Pflanzen aus, sind aber Photosynthese betreibende Organismen, ein Indikator für den Zustand unserer Gewässer. Die vorliegende fünfteilige Arbeit mit Farbfotografien zeigt uns auf beeindruckend betörende Weise die Fragilität dieser pflanzen gleichen Organismen. Die fotografische Methode und die formale Präsentation bestechen durch ihre in sich schlüssige Konsistenz mit gleichzeitigem kunsthistorischem Bezug zu den botanischen Zeichnungen und Drucken des 18. Jahrhunderts.“

Die Teilnahme an der Vernissage ist kostenfrei. Ein Beitrag in der Spendentruhe ist willkommen. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der aktuell geltenden Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung statt.