Venedig ehrt schwarze Künstlerinnen: Preis für Fritsch

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Die Sonne geht im Arsenale unter.
Die Sonne geht im Arsenale unter. Foto: Felix Hörhager/dpa

Venedig (dpa) – Bei der Kunstbiennale in Venedig haben mit der Britin Sonia Boyce und der US-Amerikanerin Simone Leigh zwei international gefeierte schwarze Künstlerinnen die wichtigsten Preise erhalten. Einen Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk erhielt am Samstag zudem die Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch.

Im britischen Pavillon zeigt Boyce die Kraft weiblichen Gesangs. Die Künstlerin und Professorin für Black Art und Design gilt seit Jahrzehnten als wichtige Vertreterin im Kampf um Anerkennung für Künstlerinnen und gegen Rassismus. Leigh, die in diesem Jahr auch den US-Pavillon gestaltet hat, thematisiert mit ihren großformatigen Skulpturen selbstbewusst Rolle und Aufbruch der schwarzen Community.

Die für ihre Plastiken international bekannte Fritsch eröffnet mit einer Arbeit den zentralen Raum in den Giardini von Venedig. Die gleiche Position füllt Leigh mit einer großen Skulptur im zweiten Ausstellungsort Arsenale aus.

Ohne Auszeichnung blieb der Deutsche Pavillon. Dort hat die in Berlin lebende Künstlerin Maria Eichhorn die Struktur des von den Nazis umgebauten Gebäudes und so seine Geschichte freigelegt.

Die in New York lebende Kuratorin Cecilia Alemani hat zur Ausstellung «The Milk of Dreams» 213 Künstlerinnen und Künstler aus 58 Ländern mit mehr als 1500 Arbeiten eingeladen. Der Titel geht zurück auf ein Kinderbuch der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington (1917-2011), die darin eine sich durch Imagination ständig neu erfindende magische Welt beschreibt. Daneben präsentieren sich 80 Nationen mit ihren Länderpavillons.