Auto rast in Fußgänger: Fahrer zu schnell und rücksichtslos

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Ein Rettungswagen fährt über die Straße.
Ein Rettungswagen fährt über die Straße. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Leverkusen (dpa) – Nachdem ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer am Wochenende in Leverkusen in Fußgänger gerast ist, laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Spuren an der Unfallstelle legen nahe, dass der 47-Jährige rücksichtslos und zu schnell unterwegs war, wie ein Sprecher der Polizei am Montag berichtete. Zeugen hatten berichtet, dass der Mann bereits vor der Kollision am Kreisverkehr waghalsige Überholmanöver und mit weit über Tempo 100 gefahren sein soll.

Der 47-Jährige war am Samstagnachmittag auf einen Kreisverkehr zugefahren und hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto erfasste Menschen auf einer Fußgängerinsel. Dabei wurden eine 30 Jahre alte Frau und ihr 8 Jahre altes Kind schwer verletzt. Ihr zweites Kind, das in einem Kinderwagen saß, überstand den Unfall unbeschadet. Ein weiteres, elf Jahre altes Kind, das nicht zu der Familie gehört, erlitt leichte Verletzungen. Es sei ambulant behandelt worden, so der Sprecher.

Der Fahrer floh, konnte aber kurz darauf von der Polizei festgenommen werden. Ein Unfallzeuge hatte den Sportwagen verfolgt und den Standort der Wohnung durchgegeben. Nach Polizeiangaben roch der Fahrer nach Alkohol, verweigerte aber einen Atemtest, so dass ihm Blut abgenommen wurde, um den Alkoholkonsum nachzuweisen. Das Ergebnis war am Montag noch nicht bekannt. Die Ermittler gingen den Angaben zufolge von Alkohol im Blut aus. Der Führerschein und das Auto des Mannes wurden sichergestellt.