Schweinepest-Vorsorge: NRW baut Suchhundestaffel auf

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Mit einem Kadaversuchhund wird das Aufspüren von Wildschweinen trainiert.
Mit einem Kadaversuchhund wird das Aufspüren von Wildschweinen trainiert. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Olpe (dpa/lnw) – Das Land Nordrhein-Westfalen will für den Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest laut Umweltministerium auch mit Hilfe von Hunden schnell eingreifen können. Dafür werde derzeit eine eigene Suchhundestaffel aufgebaut, berichtete das Ministerium am Montag in Düsseldorf. Bei der Hundeausbildung in Olpe im Sauerland würden die Tiere so trainiert, dass sie Wildschweinkadaver finden könnten. Damit sollen weitere Übertragungen des Virus auf andere Wildschweine verhindert werden. In einigen anderen Bundesländern gibt es bereits solche spezialisierten Hunde-Einheiten.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Für den Menschen oder für andere Tierarten ist die Krankheit nicht ansteckend. Zunächst hatte sie sich in Osteuropa verbreitet. 2019 waren kranke Wildschweine auch in Deutschland festgestellt worden. Schwere wirtschaftliche Schäden werden befürchtet, falls die Krankheit in Zuchtbetriebe eingeschleppt wird.