Überfall: Angeklagter will Schmerzensgeld zahlen

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Hagen (dpa/lnw) – Vor dem Hagener Landgericht hat der Prozess um einen brutalen Überfall auf einen Juwelier in Hagen begonnen. Ein 35 Jahre alter Deutscher und seine 26-jährige Ehefrau sollen die Tat im Oktober 2021 gemeinsam verübt haben. Laut Anklage schlug der Mann den Juwelier in dessen Geschäft krankenhausreif, während die Frau vor der Tür Schmiere stand. Um dabei nicht aufzufallen, soll sie sich mit einem Kinderwagen getarnt haben. Das Paar hat insgesamt drei kleine Kinder.

Der Juwelier wurde laut Staatsanwaltschaft mindestens 50 Mal mit dem Griff einer Schreckschusspistole auf den Kopf geschlagen. Er erlitt einen Bruch des Schädeldachs, eine Fraktur des Nasenbeins und zahlreiche Prellungen. Erst als er schon blutüberströmt und kaum noch reaktionsfähig war, soll der Geschäftsmann seine Gegenwehr aufgegeben haben.

Im Anschluss soll der Angeklagte mehrere Schmuckstücke in seinen Rucksack gestopft haben und vom Tatort geflohen sein.

Zu Prozessbeginn haben sich die Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Verteidiger des Mannes kündigte jedoch an, dass die Tat nicht bestritten werden soll und dass sein Mandant zur Zahlung von 5000 Euro Schmerzensgeld bereit sei. Die Frau beharrt nach Angaben ihrer Verteidiger darauf, von dem Geschehen in dem Ladenlokal nichts mitbekommen zu haben.