Video-Assistent hätte bei Bundesligaspiel eingreifen müssen

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Ein Spielball liegt auf dem Rasen.
Ein Spielball liegt auf dem Rasen. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa) – Auch der Deutsche Fußball-Bund hat einen fälschlicherweise nicht gegebenen Strafstoß für Borussia Dortmund im Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern eingeräumt. «Beim Spiel in München am Samstagabend fehlte bei einer Strafraumsituation ein Eingriff durch den Video-Assistenten», sagte Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees in einer DFB-Mitteilung am Montag.

Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard hatte am Samstag in der zweiten Halbzeit beim Stand von 2:1 für die Münchner im Strafraum gegen Jude Bellingham gegrätscht und den Dortmunder dabei zu Fall gebracht. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Weiterspielen, räumte später aber einen Fehler ein. Durch den Sieg sicherten die Münchner sich vorzeitig ihren zehnten Meistertitel in Serie.

«Auch wenn der Spieler Pavard am Ende des Zweikampfes den Ball berührt, so ist dies doch nicht als Ballspielen im eigentlichen Sinne zu werten, da der Ballkontakt eher zufällig und aus der vorangegangenen Grätschbewegung resultiert», sagte Drees. «Relevant ist zudem, dass er den Dortmunder Gegenspieler in dieser Situation regeltechnisch zuerst zu Fall bringt. Dies lässt sich auch bildlich belegen, so dass hier eine Intervention des Video-Assistenten hätte erfolgen müssen.» Via Twitter hatte der DFB erklärt, dass die Szene geprüft worden sei.

Auch beim 2:1-Sieg des 1. FC Union bei RB Leipzig gab es eine Fehlentscheidung. Leipzigs Nordi Mukiele hatte den Berliner Niko Geißelmann im Strafraum klar getreten. «Leider ist dann die notwendige Korrektur der Entscheidung durch den Schiedsrichter nach Ansicht der Bilder am Monitor ausgeblieben, so dass am Ende eine falsche Entscheidung des Schiedsrichters bestehen blieb», sagte Drees dazu.