Terror-Unterstützung: Vier Männer vor Oberlandesgericht

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Vier Angeklagte müssen sich seit Mittwoch als mutmaßliche Terror-Unterstützer vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Die 48 bis 69 Jahre alten Männer sollen laut Anklage für Spendensammlungen bei in Deutschland lebenden Tamilen verantwortlich sein. Das Geld, insgesamt fast 1,2 Millionen Euro, soll an die als terroristisch eingestufte LTTE («Liberation Tigers of Tamil Eelam») nach Sri Lanka geflossen sein.

Die Spenden wurden laut Anklage für kriegerische Handlungen und terroristische Aktivitäten in Sri Lanka verwendet. Den Angeklagten sei dies bewusst gewesen.

Kritik am Prozess kam vom Internationalen Menschenrechtsverein Bremen. Mit dem Verfahren würden Opfer zu Tätern gestempelt. Die Minderheit der Tamilen sei in Sri Lanka jahrzehntelang brutal unterdrückt und verfolgt worden. Zehntausende hätten dabei ihr Leben verloren. Die LTTE habe sich lediglich gegen die Menschenrechtsverbrechen des Militärs gewehrt.

Die Rebellengruppe LTTE kämpfte 26 Jahre lang für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden Sri Lankas. Sie wird von der Bundesanwaltschaft als Terrororganisation eingestuft. 2009 besiegte die Armee die Aufständischen.