Parkour-Anlage eröffnet: „Burner“ in Mettmann

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Bürgermeisterin Sandra Pietschmann mit Jugendlichen bei der offiziellen Einweihung. Foto: Kreisstadt Mettmann
Bürgermeisterin Sandra Pietschmann mit Jugendlichen bei der offiziellen Einweihung. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Am vergangenen Wochenende ist die neue Parkour-Anlage offiziell eingeweiht worden.

Auf den ehemaligen Bolzplatz an der Rheinstraße kamen nach einem Bericht der Stadtverwaltung viele Kinder und Jugendliche, die sich entweder schon recht sicher auf der Anlage bewegten, oder es kaum abwarten konnten, unter professioneller Anleitung erste Erfahrungen zu machen. Sie waren begeistert: „Cool.“ Die Anlage ist für die jungen und jugendlichen Besucher der „Burner“ schlechthin.

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und einige Jugendlichen durchschnitten ein Band und gaben die Anlage damit symbolisch frei. Tatsächlich wurde die Anlage aber bereits im Herbst des vergangenen Jahres fertiggestellt. Die offizielle Einweihungsparty wurde aber ganz bewusst wegen des besseren und wärmeren Wetters in den Frühling verlegt.

Der Mettmanner Jugendrat hatte sich für den Bau der Sportanlage eingesetzt. Das Land hat die Kosten für das Projekt in Höhe von 229.000 Euro aus dem NRW-Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten übernommen. Ehemalige Mitglieder des Jugendrates, die vor sechs Jahren die ersten Impulsgeber waren, nahmen an der Eröffnungsparty auch teil und waren zu recht stolz, dass sie letztlich die Wegbereiter dieser Anlage waren. Mitglieder des erst kürzlich neugewählten Jugendrates verkauften selbst gebackenen Kuchen, Apfelsaft und Kaffee gegen eine Spende. Der Erlös geht an die Ukraine-Hilfe.

Dass es sich nicht um einen Spielplatz, sondern um eine Sportanlage handelt und die Nutzung mit gewissen Risiken verbunden ist, dürften einige Kinder und Jugendliche schmerzhaft erfahren haben. Doch außer ein paar blauen Flecken verletzte sich niemand ernsthaft. Ein Schild am Zugang weist auf die Gefahren hin.

Die Anlage besteht aus drei Bereichen: Mit dem Element „Jump-N Swing“ entsteht eine zentrale Baugruppe mit verschiedenen Wänden und Stufenanlagen aus Beton, die mit Stahlrohkonstruktionen verbunden sind. Außerdem gibt es eine Anordnung aus niedrigen Blöcken, Dip-Bars und Stahlrohren („PreciArea“). Abgerundet wird die Anlage durch eine Anordnung aus Beton-, Stahl- und Robinien-Elementen auf einem Hügel mit Plattform und Kiesgrube. Weiterhin gehören zur Anlage drei Bodentrampoline und verschiedene Sitzmöglichkeiten.

Parkour (Le Parkour) ist eine Trendsportart und bezeichnet das Laufen und Überspringen beziehungsweise Überwinden von Hindernissen. Es geht darum, mit einer Kombination verschiedener Bewegungen Hindernisse so effizient wie möglich zu überwinden. Meistens finden Hindernisläufe in der Stadt über Geländer, Treppen und Wände statt, inzwischen werden aber auch immer mehr Parkour-Anlagen, auch in Hallen, gebaut.