Bürgerbeauftragter für Rahmede-Brücke: Positive Energie»

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Die marode Talbrücke Rahmede auf der Autobahn 45 bei Lüdenscheid.
Die marode Talbrücke Rahmede auf der Autobahn 45 bei Lüdenscheid. Foto: Dieter Menne/dpa/Archivbild

Lüdenscheid (dpa/lnw) – Beim geplanten Neubau der maroden Talbrücke Rahmede an der wichtigen Autobahn 45 will der neu an den Start gegangene Bürgerbeauftragte Stimme für die hart getroffene Region im Sauerland sein. Es gehe darum, die «Kräfte der Menschen in der Region zu bündeln», um gemeinsam «aus einer schlimmen Situation positive Energie» zu ziehen, sagte der Lüdenscheider Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Er war von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) zum Bürgerbeauftragten für das mehrere Jahre dauernde Großprojekt ernannt worden.

Der SPD-Politiker soll als Teil des Steuerungsteams die Sicht von Bürgern und Wirtschaft einbringen und für reibungslose Kommunikation zwischen den vielen Ebenen sorgen. Zum offiziellen Start seines Teams «Brückenbauer» und der Eröffnung des Bürgerbüros am Donnerstag sagte Wissing in einer Video-Botschaft Unterstützung zu. Um vor Ort bei Vorkehrungen zum Lärmschutz zu helfen, plane er eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes. Diese sei bereits auf den Weg gebracht.

Ziel sei es, bei Vollsperrungen von Fernstraßen in Bundeszuständigkeit den lärmgeschädigten Eigentümern an Umleitungsstrecken Ausgaben für Schallschutzmaßnahmen an ihren Gebäuden zu erstatten. Das Gesetz solle schnellstmöglich in Kraft treten, «damit es in Lüdenscheid zügig angewendet werden kann». Anwohner an den Umleitungsstrecken klagen seit vielen Wochen über Lärm, Abgase und schlaflose Nächte.

Seit Anfang Dezember ist die Rahmede-Brücke vollgesperrt und damit eine deutschlandweit zentrale Nord-Süd-Achse unterbrochen. In einem beschleunigten Verfahren soll eine neue Talbrücke entstehen – die Westfalen-Niederlassung der Autobahn GmbH veranschlagt dafür rund fünf Jahre.