Filmstiftung NRW fördert mehr Frauen in Regie und Produktion

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Filmstiftung NRW hat in den vergangenen Jahren den Frauenanteil in der Förderung von Kino- und Fernsehfilmen gesteigert. Das teilte die Film- und Medienstiftung am Donnerstag in Düsseldorf in ihrer Jahresbilanz mit. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 99 Film- und Fernsehprojekte gefördert, daran waren 32 Produzentinnen beteiligt. Das entspricht einem Anteil von 36 Prozent, 2015 waren es noch 26 Prozent. In der Regie wurden 40 Frauen gefördert, was einem Anteil von rund 40 Prozent entspricht. 2015 waren es 33 Prozent.

Die Stiftung vergab 2021 Fördermittel in Höhe von 41 Millionen Euro. Davon gingen 22 Millionen Euro in die Förderung von Kinofilmen. Mit 9,5 Millionen Euro wurden Serien und TV-Projekte unterstützt.

Zu den erfolgreichen Projekten des vergangenen Jahres gehört der Kinderfilm «Die Schule der magischen Tiere» mit bislang über 1,7 Millionen Besuchern. Auch der Dokumentarfilm «Die Unbeugsamen» lockte Zuschauer in die Kinos: 175.000 Menschen sahen den Film über Politikerinnen in der Bonner Republik. Die stiftungsgeförderte Produktion «Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush» von Regisseur Andreas Dresen startet in dieser Woche in den Kinos. Der Film erhielt im Februar bei der Berlinale zwei silberne Bären.

Die Filmstiftung hat den Auftrag, in Nordrhein-Westfalen Film- und Medienkultur sowie die Wirtschaft in dem Bereich zu stärken. Gesellschafter sind das Land sowie unter anderem WDR, ZDF und RTL.