Wülfrather Innenstadt: Baustelle und Sperrung im Sommer

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Könnte im Sommer für zehn Wochen gesperrt sein: die Kreuzung Düsseler Straße/Wilhelmstraße in Wülfrath. Foto: Kling

Wülfrath. In den Sommerferien ist eine Baustelle an der Ecke Düsseler Straße/Wilhelmstraße geplant. Die direkte Zufahrt in die Innenstadt ist dann gesperrt.

Stadt und Stadtwerke haben gemeinsam das Projekt geplant. Und sie werben gemeinsam um Verständnis, dass es zu Umleitungen und Behinderungen kommen wird. „Das Vorhaben wird nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen“, weiß Bürgermeister Rainer Ritsche. Aber er weiß auch: „Es gibt keine Alternative.“

In einer Bürgerversammlung am Dienstag (3. Mai, 19 Uhr, Rathaus) wollen Stadt und Stadtwerke über die Pläne informieren. Ob alles so kommt, wie es vorgestellt wird, ist allerdings noch unklar. Die Planung steht unter dem Vorbehalt, dass es überhaupt Unternehmen gibt, die die Arbeiten übernehmen wollen und Angebote abgeben.

Die Stadt will bei der Baumaßnahme den Abwasserkanal sanieren. Immer wieder kommt es bei Starkregen im Kreuzungsbereich zu Überschwemmungen, erklärt Oliver Konstanty, stellvertretender Leiter des Tiefbauamtes. Durch ein Entlastungsbauwerk soll das verhindert werden.

Die Stadtwerke wollen im Bereich Düsseler Straße/Wilhelmstraße Gas- und Wasserleitungen erneuern. Das alles ist in verschiedenen Bauabschitten geplant, die zum Teil in den kommenden Sommerferien, zum Teil in den Sommerferien des nächsten Jahres stattfinden sollen.

Auswirkungen für Verkehrswege in die Stadt wird vor allem die anstehende Sperrung der Kreuzung haben. Die soll am 8. Juli beginnen und fast zehn Wochen dauern. In dieser Zeit ist es nicht möglich, von der Düsseler Straße oder der Bahnhofstraße aus Richtung Heumarkt zu fahren. Der Verkehr kann dann auch nicht von der Bahnhofstraße in die Düsseler Straße fahren.

Wer aus diesen Bereich der Stadt mit dem Auto in die Innenstadt will, muss eine Umleitung über die Tangente und die Mettmanner Straße in die Goethestraße nehmen. Diesen Weg nehmen auch die Busse.

Der gesperrte Bereich der Wilhelmstraße kann während der Bauarbeiten über die Nordstraße angefahren werden.

„Mir tut es leid, dass für die Händler nach Corona weitere Einschränkungen geben wird“, bedauert Bürgermeister Ritsche. „Aber die Maßnahme ist unvermeidlich.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Heiko Schell: „Da liegen teilweise ganz alte Leitungen. Irgendwann müssen wir es machen.“

Die Kosten der Baumaßnahme wurden auf 1,3 Millionen Euro berechnet.

Alles steht unter dem Vorbehalt, dass es Ende Mai überhaupt zu einer Vergabe kommen wird, erläutert der Technische Beigeordnete der Stadt, Dr. Stefan Holl. Gibt es kein vergabefähiges Angebot, müsste die Maßnahme auf die Sommerferien nächsten Jahres verschoben werden.