68. Kurzfilmtage in Oberhausen erstmals als Hybrid-Festival

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Oberhausen (dpa/lnw) – Nach drei Jahren können die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen erstmals wieder Zuschauer in den Kinos begrüßen. Die an diesem Samstag startende 68. Ausgabe des Filmfestivals findet zum ersten Mal in hybrider Form statt. Insgesamt seien bis zum 9. Mai rund 600 kurze Arbeiten aus mehr als 70 Ländern zu sehen, 44 Produktionen davon würden online gezeigt, teilte der Veranstalter am Freitag mit.

Von Samstag bis zum 3. Mai bietet das Festival mit dem internationalen und deutschen Online-Wettbewerb ein exklusives Programm im Internet. Ab 4. Mai folgt dann der Wechsel in die Kinos mit der feierlichen Eröffnung in der nordrhein-westfälischen Stadt. Mehr als 550 Kurzfilme werden dann bis 9. Mai in Wettbewerben und kuratierten Programmen in den Oberhausener Kinos gezeigt. In sieben Wettbewerben konkurrieren insgesamt 163 Kurzfilmproduktionen um Preise im Gesamtwert von knapp 50 000 Euro. Zudem gibt es auch Kinder- und Jugendfilmwettbewerbe.

Ein großer Themen-Schwerpunkt unter dem Titel «Synchronisieren! Pan-afrikanische Filmnetzwerke» ist in diesem Jahr das afrikanische Kino. Unter anderem werden die besonderen Prozesse von Filmproduktionen auf dem afrikanischen Kontinent beleuchtet.

Nach zwei coronabedingten reinen Online-Ausgaben fiebern alle dem Präsenzstart entgegen. «Die Rückkehr ins Kino bedeutet uns sehr viel», sagte Festivalleiter Lars Henrik Gass. «Der Kurzfilm gehört auf die große Leinwand und das Festival ins Kino.» Während die Kurzfilmtage 2020 das erste komplette Online-Festival in Deutschland waren, sei man nun Vorreiter für den Mix aus analogen und digitalen Angeboten. «Das wirft den Glaubenssatz über den Haufen, wonach ein Festival auf Ort und Zeit beschränkt sein müsse», betonte Gass. Mit dem hybriden Festival definiere Oberhausen Internationalität neu, lobte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).