Polizei rechnet mit Großeinsatz am 1. Mai

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Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Dortmund (dpa/lnw) – Die zentrale Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes für NRW und zahlreiche Demonstrationen von Rechts und Links: Die Dortmunder Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz am Tag der Arbeit vor. Unter den Anmeldungen für den 1. Mai sei auch eine aus der rechtsextremen Partei «Die Rechte» für einen Aufzug mit 200 Teilnehmern. Verschiedene Bündnisse und Privatpersonen hätten Gegendemos angekündigt, teilte die Polizei am Freitag mit.

Der DGB rechnet für seine Veranstaltung mit Demozug durch die Stadt und Kundgebung im Westfalenpark mit rund 3000 Teilnehmenden. Auf dem Podium im Park werden auch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), SPD-Landeschef Thomas Kutschty sowie als weitere Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 15. Mai Mona Neubaur (Grüne), Joachim Stamp (FDP) und Jules El-Khatib (Die Linke) sitzen.

Beim geplanten Aufzug der Rechtsextremen hat die Polizei die ursprünglich angemeldete Strecke durch die Innenstadt nicht akzeptiert und leitet ihn um. Das Bündnis Dortmund gegen Rechts und das Anti-Nazi-Bündnis Blockado wollen gegen die Rechten auf die Straße gehen. Zudem sind weitere Veranstaltungen aus dem linken und bürgerlichen Lager mit kleinerer Personenzahl in Dortmund angemeldet.

Auch in vielen anderen Städten in Nordrhein-Westfalen sind Kundgebungen geplant. Nach mehr als zwei Jahren Pandemie rechnet die Polizei erstmals zum 1. Mai wieder mit einem hohen Versammlungsaufkommen. In Düsseldorf nimmt Kanzler Olaf Scholz (SPD) an einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) teil. Man werde gegen Störungen und vor allem Straftaten jeder Art konsequent vorgehen, hieß es aus Dortmund.