Monheim: Behörden kontrollieren Shisha-Bars und Cafés

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Der Zoll stellte unter anderem Shisha-Tabak sicher. Foto: Polizei
Der Zoll stellte unter anderem Shisha-Tabak sicher. Foto: Polizei

Monheim am Rhein. Gemeinsam mit der Stadt Monheim am Rhein, dem Hauptzollamt Duisburg und Düsseldorf sowie dem Finanzamt Wuppertal hat die Kreispolizeibehörde Mettmann in der Nacht zu Samstag einen größeren Kontrolleinsatz im Berliner Viertel  durchgeführt und dortige Bars und Cafés durchsucht.

Laut Kreispolizeibehörde fanden die Kontrollen zwischen 22.45 Uhr am Freitagabend und 2 Uhr in der Nacht zu Samstag statt. Einsatzkräfte waren hierzu auf dem Ernst-Reuter-Platz sowie an der Potsdamer Straße und der Weddinger Straße im Berliner Viertel aktiv. Dort kontrollierten sie drei Shisha-Bars und zwei Cafés.

„Hierbei wurden 90 Personen überprüft“, so die Bilanz der Polizei. In einer der Shisha-Bars stellten Beamten nach Behördenangaben einen verbotenen Teleskopschlagstock sicher, in einer anderen Bar hätten die eingesetzten Kräfte einen verbotenen Elektroschocker, der griffbereit unter der Theke versteckt war, gefunden. Es erfolgten Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.

„Bei einem der anwesenden Personen wurde zudem eine geringe Menge Cannabis gefunden und sichergestellt“, berichtet die Polizei.

Einsatzfahrzeuge von Zoll und Polizei. Foto: Polizei
Einsatzfahrzeuge von Zoll und Polizei. Foto: Polizei

In zwei Shisha-Bars habe sich nach Angaben der Polizei zudem der Verdacht des illegalen Glücksspiels ergeben – die Behörden stellten zwei Glücksspielautomaten sicher: „Einer der Automaten war manipuliert und daher illegal, der andere war zwar grundsätzlich legal, jedoch nicht behördlich angemeldet“, hieß es. Bei einer ersten Auswertung der Automaten sei festgestellt worden, dass dort monatlich fünfstellige Beträge „durchgelaufen“ waren. Nun sollen weitere Auswertungen durch die Steuerfahndung erfolgen.

„Zudem ergab sich im Laufe des Einsatzes der Verdacht, dass sich in einem der Shisha-Bars zugehörigen Kellerverschläge nicht verzollter Shisha-Tabak sowie nicht versteuerter Alkohol gelagert werden sollte“, berichtet die Kreispolizeibehörde zu dem Schwerpunkteinsatz. Beamte des Zolls fanden „Dutzende Flaschen“ hochprozentigen und nicht versteuerten Alkohol sowie „einige wenige Kilo“ nicht versteuerten Shisha-Tabak.

Ferner hat der Zoll drei Verfahren wegen des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt – sogenannte Schwarzarbeit – eingeleitet.

Das Ordnungsamt der Stadt Monheim am Rhein war ebenfalls beteiligt. Die Bilanz der Behörde laut Polizei: „Unter anderem lagen Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz, das Jugendschutzgesetz, gegen das Bauschutzgesetz oder die Brandschutzverordnung vor, welche alle entsprechend verfolgt wurden“.

Insgesamt beläuft sich die Anzahl der erstatteten Strafanzeigen nach Behördenangaben auf zwölf, die der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren auf 18.