Wollschläger: Am Boden zerstört, von Magath hochgelobt

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Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz.
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Bielefeld (dpa) – Die meisten Kollegen waren schon in der Kabine waren, da saß Luca Wollschläger noch auf dem Platz und haute immer wieder mit der Faust auf den Bielefelder Rasen. Der 19-Jährige war gerade mal zehn Minuten Bundesliga-Fußballer bei Hertha BSC gewesen, als er sich mit Maximilian Mittelstädt unfreiwillig in viele Jahresrückblicke gespielt hatte. Bei einem Konter hatte er den Ball auf den sechs Jahre älteren Mittelstädt abgelegt, der legte zurück statt ins Tor zu schießen, Wollschläger hatte aber schon abgedreht. Statt das 2:0 zu schießen, kassierte die Hertha in der Nachspielzeit den Ausgleich.

Trainer-Altmeister Felix Magath, knapp 50 Jahre älter als seine Sturm-Entdeckung, sprach den Teenager aber von jeder Schuld frei. «Ich habe keine Ahnung, warum er bedröppelt sein sollte», sagte Magath. Wollschläger habe beim Debüt «eine klasse Partie gemacht und alles, was ich mir gewünscht habe. Mit seiner Leistung war ich sowas von zufrieden, das können sie sich gar nicht vorstellen.»

Die Verantwortung für die vergebene Großchance gab er Mittelstädt. «Man muss ja schon ein bisschen drüber lächeln, wie man so eine Chance verspielen kann», sagte Magath: «Ich war überrascht, dass man in so einer Situation auf die Idee kommt, den Ball nochmal querzupassen.»