Nach Übergriffen bei Fußballspiel: Junge Männer vor Gericht

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Das Landgericht Mönchengladbach, das zugleich auch Sitz des Amtsgericht ist.
Das Landgericht Mönchengladbach, das zugleich auch Sitz des Amtsgericht ist. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Mönchengladbach (dpa/lnw) – Drei Jahre nach einem in Gewalt ausgearteten Kreisliga-A-Jugendspiel startet das Amtsgericht Mönchengladbach am Dienstag (9.15 Uhr) einen neuen Prozess-Anlauf. Der erste Termin im vergangenen Juli war geplatzt, weil einer der drei Angeklagten nicht zum Prozess erschienen war. Der heute 21-Jährige hatte sich kurzfristig krank gemeldet. Er ist einer von drei früheren Spielern des Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins (TDFV) Viersen, die sich unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung verantworten müssen.

Die heute 20 und 21 Jahre alten Fußballer waren laut Anklage Mitte Mai 2019 auf dem Platz ausgerastet, nachdem Gastgeber Neersbroich aus einem 1:4 Rückstand noch einen 5:4-Sieg gemacht hatte. Zudem kassierte die Viersener Mannschaft noch zwei rote Karten. Die Gewalt soll sich gegen Schiedsrichter, Gegenspieler und Zuschauer gerichtet haben. Gerichtsangaben zufolge behaupten die Angeklagten, dass sie von Zuschauern mehrfach beleidigt und rassistisch provoziert wurden. Das Amtsgericht hat drei weitere Verhandlungstage eingeplant.