Raiffeisen in Wülfrath jetzt mit Betontankstelle

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Über das Förderband läuft die Mischung - in diesem Fall - in die Baggerschaufel: Annika Greiff, Mel Kühn und Sebastian Klein bei der Präsentation der Betontankstelle in Wülfrath. Foto: Kling

Wülfrath. Die Raiffeisen-Waren-Genossenschaft (RWG) hat heute ihre neue Betontankstelle vorgestellt. Die kann auch von Privatleuten in Anspruch genommen werden.

„Die Leute sehen die neuen Silos und denken: Getreide“, sagt Annika Greiff. Dabei ist in den Silos bei Raiffeisen diesmal kein Getreide, sondern Zement. Die Silos zählen zur neuen Betontankstelle, die Standortleiterin Greiff jetzt vorgestellt hat.

Die Anlage ist schon seit August vergangenen Jahres in Betrieb. Neu ist für viele Menschen aber noch, dass nicht nur Landwirte und Unternehmen dieses Tankstelle anfahren können, sondern auch private Nutzer.

Die RWG Rheinland hat 24 Standorte. Die Genossenschaft gehört mehr als 1.000 Mitgliedern, zumeist Landwirten. Der Umsatz des Unternehmens ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, zuletzt auf 162 Millionen Euro in 2021.

Am Standort Wülfrath hat Raiffeisen, wie der Betrieb im Volksmund heißt, zuletzt 2,5 Millionen Euro investiert. Die RWG konnte das Gelände des Nachbarn Plan Design übernehmen.

„Die Halle wurde kernsaniert“, erzählt Mel Kühn, stellvertretender Vertriebsleiter der RWG in Wülfrath. Die Grundstücksmauern kamen weg, zu den Straßen hin wurde ein neuer Zaun errichtet. Bis hierhin reicht jetzt das Raiffeisen-Gelände. 3.500 Quadratmeter sind hinzugekommen zum jetzt 15.000 Quadartmeter großen Grundstück.

Hinter der renovierten Halle befindet sich die Betontankstelle. „Ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, sagt Annika Greiff nicht ohne Stolz. An dieser Tankstelle gibt es „Betonmischungen zum Selberzapfen“. Zu den Rennern zählt unter anderem Rezept Nummer fünf, eine Mischung, die für Fundamente, Rasenkanten und Bordsteine verwendet wird.

Es funktioniert wie an einer Waschanlage: Der Kunde sucht das Programm, in diesem Fall die gewünschte Mischung aus und bekommt eine Karte, die er in den Automaten der Betontankstelle schiebt. Nach etwa zwei Minuten sind die Zutaten gemischt, die gewünschte Menge läuft über das Förderband und fällt auf den Hänger oder Lkw.

0,25 Kubikmeter ist die kleinste Menge, die abgegeben werden kann. Die wiegt etwa 550 Kilogramm. Seit August hat RWG so schon 2.000 Kubikmeter verkauft, erzählt Annika Greiff.

„Beton2go“, wie auf den Silos steht, kann so den Verkauf von Zement in Säcken ersetzen. Und die Kundschaft braucht keine Mischmaschine mehr für ihre Arbeiten im Garten oder am Haus.

Weil das Gelände deutlich größer geworden ist, kann die RWG mehr Waren lagern. So will das Unternehmen dazu beitragen, dass Landwirte aber auch Bauunternehmen in der Region handlungsfäig bleiben.

Raiffeisen in Wülfrazh hat das Nachbargelände von Plan Design erworben und die Halle renoviert.
Auch die Mauer zur Straße hin ist weg und durch einen Zaum ersetzt worden. Bis hier reicht jetzt das Raiffeisen-Gelände. Fotos: Kling